FreitagsbriefMedienspiegel

Ramelow plädiert für „christliche Nächstenliebe“ bei Moria

Erfurt (dts Nachrichtenagentur) – Thüringens Ministerpräsident Bodo Ramelow (Linke) hat im Zuge der Debatte um Konsequenzen aus dem Brand im Flüchtlingslager Moria für die Anwendung christlicher Nächstenliebe plädiert. „Die Zustände in Moria waren schon vor dem Feuer eine europäische Schande, und die Lebensbedingungen dort waren unerträglich“, sagte er dem „Redaktionsnetzwerk Deutschland“ (Freitagausgaben). „Das Feuer macht es nur sichtbar, auch wenn ich die Brandstifter als zu bestrafende Täter bezeichne.“

Ramelow plädiert für „christliche Nächstenliebe“ bei Moria

und ein Interview mit dem frommen MP der Linken:

https://taz.de/Bodo-Ramelow-ueber-Kirche-und-Religion/!5604429/

Kommentar R. H.:

Das dürfte doch christlichen Politikern entgegenkommen. Sollte Ramelow die Partei wechseln? Nein muss er nicht:
An die Stelle einer kapitalismus- und religionskritischen (klassischen) Linken, die sich an den Grundlagen einer kritisch-emanzipatorischen Gesellschafts- und Subjektwissenschaft orientiert, ist in diesem Kontext eine postmodernistisch verunstaltete Pseudolinke (besser: Neue Rechte) getreten, die „Diversität“ und anarchisch-rückschrittliche „Buntheit“ bzw. multikulturelle Lumpenproletarität zu einem neuen Fetisch erhoben hat und unter dem Banner kulturrelativistischer und pseudoantirassistischer Ideologien und Wahnbilder reaktionäre Herrschaftskulturen verteidigt und versucht, sich an deren Migrationsimporten zu mästen. Diese Pseudolinke ist damit zu einem festen Funktionsbestandteil des politisch-ideologischen Herrschaftsapparates des postmodernen Globalkapitalismus im Allgemeinen sowie des migrationsindustriellen Komplexes im Besonderen geworden.“