Was zeichnet eine idealtypische Topmanagerin aus?

Ein Leitfaden für den motivierten Nachwuchs

Bettina Al-Sadik-Lowinski hat Spitzenmanagerinnen aus fünf Ländern interviewt und ihre Ergebnisse in einem Buch zusammengefasst. Trotz nationalen Unterschieden wird klar: Gewisse Eigenschaften haben alle karriereorientierten Frauen gemein.

Vanessa Möller

Das Buch «Der Aufstieg der Topmanagerinnen – Weibliche Rollenvorbilder aus fünf Wirtschaftsnationen über Erfolgswege zu Spitzenpositionen» von Bettina Al-Sadik-Lowinski erscheint am 7. September 2020 bei de Gruyter (ISBN: 978-3-11-070909-4).

https://www.nzz.ch/wirtschaft/welche-eigenschaften-hat-die-idealtypische-topmanagerin-ld.1572916

Kommentar GB:

Der Anteil der stark karriereorientierten Frauen liegt bei ca. 20%.

Es handelt sich also um eine Minderheit unter den Frauen.

Für die anderen 80% der Frauen sind andere Präferenzen, Ziele und Lebensplanungen typisch. Sie haben daher aus übrigens nachvollziehbaren und verständlichen Gründen einfach andere Motivationen als die Karrierefrauen. Die eine Motivationsstruktur ist aber der anderen gleichwertig. Daher genügt es völlig, jedem Menschen seine ihn betreffenden Entscheidungen zu überlassen. Es ist überdies niemand berechtigt, anderen Menschen diesbezüglich Vorschriften zu machen, im Hinblick auf das, was – hier sie – gefälligst zu wollen habe.

Woher kommt eigentlich dieses geradezu zwanghafte Herumreiten auf nur einer Motivationsstruktur, nämlich der von Karrierefrauen?

Angemerkt sei, daß auch unter Männern nur eine Minderheit Karriere, gar große Karriere macht.

Man lese hierzu:

Susan Pinker: Das Geschlechterparadox

Bundeszentrale für politische Bildung, Bonn 2008, ISBN 978-3-89331-925-1