Deutsche Debatte über Frauenquoten

„Wir müssen aufpassen, dass wir hier kein kommunistisches System übergebraten bekommen“

In den Führungsetagen deutscher Konzerne sind Frauen stark untervertreten. Nun wollen zwei sozialdemokratische Ministerinnen gesetzlich nachhelfen – und Gegner wie Befürworter hoffen auf Bundeskanzlerin Merkel.

René Höltschi, Jonas Hermann, Berlin

https://www.nzz.ch/wirtschaft/geplante-frauenquote-fuer-firmen-vorstaende-spaltet-deutschland-ld.1580793?mktcid=smsh&mktcid=nled&mktcval=Twitter&mktcval=123_2020–10-15&kid=_2020-10-15&ga=1&trco=

Kommentar Michael Klonovsky:

„Auf Instagram rufen jetzt ein paar sogenannte weibliche Promis, eskortiert von anderen Wohlmeinerinnen (und ein paar Pudeln), die Mädels da draußen im Lande zum Klagechorsingen auf. Ein bisschen Druck aufzubauen, kann ja nicht schaden, vielleicht springt für jemanden ein Pöstchen heraus, ein Schulterklopfen und Lob in den sozialen Netzwerken mindestens. Das einzige, was diese Mädels anzubieten haben, sind Forderungen. Mit eigenen Ideen oder der Gründung eines eigenen Unternehmens werden sie nicht vorstellig, sie wollen schon ein gemachtes Nest beziehen; insofern sind sie so weiblich wie nur je ein von der Evolution geknetetes Wesen mit doppeltem X-Chromosom. Wenn Frauen es nicht schaffen, können nur die Männer schuld sein. Jedes einzelne „Ich will!“-Statement der mehr ambitionierten denn strebsamen Schwestern ist eine geistige Bankrotterklärung, weil automatisch das komplementäre „Aber ich kann nicht!“ sichtbar wird. Das Peinlichkeitsempfinden schwindet derzeit offenbar schneller als der Eisschild des Nordpols.“

https://www.michael-klonovsky.de/acta-diurna  –  15. Oktober 2020