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Friedensnobelpreis geht an das UN-Welternährungsprogramm

Preisverleihung in Oslo

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Mehr als 300 Kandidaten waren in diesem Jahr für den Friedensnobelpreis nominiert. Die prestigeträchtige Auszeichnung erhält nun das UN-Welternährungsprogramm für den Kampf gegen den Hunger in der Welt..

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Kommentar GB:

Es breitet sich bei mir Erleichterung aus, daß wenigstens keine abwegige Auswahl getroffen worden ist, wie ich sie befürchtet hatte.

Allerdings: wer – mit Grund – die Welternährung thematisiert, der sollte ebenso über die recht unterschiedlichen demographischen Entwicklungen auf der Erde nicht schweigen.

Die Weltbevölkerungsentwicklung ist der unsichtbare „Elephant im Raum“, über den seltsamerweise nicht gesprochen werden soll. Hier liegt aber nicht nur der Schlüssel für die Ernährungsprobleme, sondern zum großen Teil ebenso für die Ökologie. Das Problem der Bevölkerungsdynamik muß vor Ort in den jeweiligen Gesellschaften (Afrika, islamische Welt, Indien) gelöst werden; Migrationsbewegungen sind dazu ungeeignet. Das Problem dahinter liegt in den Widerständigkeiten und Sperren, die in vormodernen Gesellschaften mit zumeist autoritären Regimes wirksam sind.

Deren Modernisierung ist im Kern das zu lösende Problem, aber das ist nur durch und mit den betroffenen Menschen vor Ort zu erreichen; von außen kann das lediglich begünstigt werden. Migration ist geradezu das Mittel der Wahl, die fällige Modernisierung weiterhin zu blockieren und zu vermeiden. Und neben der Zerstörung der Zielländer der Migration ist das auch ihr einziges Ergebnis – es ist also ein doppelt falsches Mittel. Vielleicht erklärt das ja mal jemand dem Herrn UN-Generalsekretär und der Frau von der Leyen (EU-Kommisssion).