FreitagsbriefMedienspiegel

Islamische Gewaltagenda in Frankreich und muslimische Einstellungen

19. Oktober 2020, 17:17

Die islamische Gewaltagenda in Frankreich

https://de.wikipedia.org/wiki/Liste_islamistischer_Anschl%C3%A4ge_in_Frankreich

erwächst „organisch“ aus folgendem Einstellungsgefüge:

Auf die Frage: „Stellen Sie Ihre religiösen Überzeugungen über die Werte der Republik?“ sagten 74% der französischen Muslime unter 25 Jahren, sie stellten den Islam über die Werte der Republik, während das nur 25% der über 35-Jährigen bekundeten.

Eine weitere Tatsache: Während 61% der französischen Muslime die Aussage „Der Islam ist die einzig wahre Religion“ teilen (ein Ergebnis, das gegenüber einer Umfrage von 2016 um 6% gestiegen ist), unterstützen 65% der Muslime unter 25 Jahren diese Ansicht; 73% der 25- bis 34-Jährigen und 53% der über 35-Jährigen. Darüber hinaus glauben 45 % der französischen Muslime unter 25 Jahren, dass „der Islam mit den Werten der französischen Gesellschaft unvereinbar ist“, während 24 % der über 35-Jährigen diese Meinung teilen.

Eine weitere Ifop-Umfrage für Le Point zeigt, dass sich die Besucherzahlen der Freitagsmoschee für 18-24-Jährige in zehn Jahren fast verdoppelt haben: von 23% im Jahr 2011 auf 40% im Jahr 2019.

https://www.lefigaro.fr/actualite-france/sondage-les-jeunes-musulmans-plus-radicaux-que-leurs-aines-20200908

Er hat natürlich recht: Der Enthauptungsmord geht uns auch in Deutschland an:

https://www.bz-berlin.de/berlin/kolumne/der-lehrer-mord-in-frankreich-muss-uns-auch-in-berlin-interessieren

Kommentar GB – mit Bezug auf BZ-Berlin (s.o.):

Die Auswirkungen der Enthauptung reichen bis zu uns. Dennoch gab es keine Reaktion von offizieller Seite. Das ist bedauerlich und ein großer Fehler, meint Gunnar Schupelius.

Genau dieses Beschweigen habe ich erwartet. Es wäre spätetstens jetzt an der Zeit, von offizieller Seite zu erklären, daß der Islam nicht zu Deutschland gehört. Herr Wulff, Herr Steinmeier, Herr Schäuble, Frau Merkel, Frau von der Leyen sollten sich zu dieser Aussage öffentlich bekennen.

Wann, wenn nicht jetzt?

Wenn die französische Regierung nach Charlie Hebdo oder dem Bataclan-Massaker oder dem Brand von Notre Dame de Paris substanziell etwas hätte ändern wollen, dann wäre sie mit Rhetorik plus etwas Justiz nicht ausgekommen. So ist es auch in diesem Fall; es wird, wieder und wieder, bloß geredet und es wird ein bißchen symbolisch gehandelt werden, ohne die eigentlich offen zutage liegenden und allgemein bekannten Ursachen praktisch anzugehen. Diese Kombination vertuscht lediglich, daß es – wieder einmal – an dem politischen Willen dazu fehlt.

Es bleibt dann die Frage, warum das so ist.

Hierzu eine Schlüsselpassage von Dushan Wegner:

(…) „Erlauben Sie mir dazu eine Frage, die zunächst sarkastisch und rhetorisch klingt, und dann, wenn man sie ernsthaft stellt, einem kurz den Atem stocken lassen könnte, wenn man begreift, wie brisant sowohl jede realistische Antwort wie auch noch mehr das Ausbleiben einer solchen sind.

Die Frage ist: Inwiefern wollen Macron & Co. denn in Sachen Islamismus anders vorgehen als bisher? (Und im Gegenschluss: Wenn sie ab morgen etwas anderes tut als zuvor, warum taten sie es denn bislang nicht?)

Was will Macron tun, was er bislang nicht getan hat?

Will Macron den Hass auf Ungläubige verbieten? Wenn ja, wie grundsätzlich will er dabei vorgehen? Will er etwa Bücher verbieten, mit denen der Hass auf Ungläubige regelmäßig und weltweit begründet wird? Das wäre … spannend.

Will Macron die Orte schließen, an denen die Täter regelmäßig mit den Grundlagen der Ideologie, die sie trieb, in Berührung kamen? Auch das wäre … spannend.

Will er gar Umerziehungslager für Extremisten gründen – oder sie samt Umfeld ausweisen? Wohin, wenn sie »Franzosen« sind? Das wäre mehr als nur … spannend.

Schon jetzt werden sogenannte »Radikale« mit geheimdienstlichen Mitteln beobachtet, doch Abdullah A. war bislang, soweit aktuell bekannt, zuvor mit wenig aufgefallen, was man nicht vieltausendfach sogar von Gestalten hören könnte, die in anderem Kontext auch als »Vorzeige-Integrierte« gelten würden, und als solche schon mal Kolumnen in Haltungszeitungen schreiben dürfen oder gar ins TV eingeladen werden.

Nochmal die Frage: Was will Macron tun, was er bislang nicht getan hat? Was wollen all die Hohlschwafler in Berlin und Brüssel, die zum neuesten Toleranzopfer in Frankreich wieder ihre Stanzen ablassen, denn anderes tun, als sie bislang taten?

Die Prediger der Toleranz, die es halbgelangweilt hinnehmen, wenn einem Lehrer der Kopf abgeschnitten wird, sie erinnern uns an die Warnung Jesu in Matthäus 7:15: »Seht euch vor vor den falschen Propheten, die in Schafskleidern zu euch kommen, inwendig aber sind sie reißende Wölfe.« – Der folgende Text lautet weiter »An ihren Früchten sollt ihr sie erkennen.« –

Die Früchte der Globalisten schmecken bitter, grausam und blutig bitter.

(Hervorhebungen GB)

https://www.dushanwegner.com/nichts-wirklich/#

Kommentar GB:

Es folgt: ein Orden für den ermordeten Lehrer, also – wie erwartet – symbolische Politik. Das sind aber keine Taten. Es geht auch nicht um einzelne „Islamisten“, sondern es geht um den Islam.

https://de.sputniknews.com/gesellschaft/20201020328222865-frankreich-ehrt-brutal-ermordeten-lehrer-mit-orden-der-ehrenlegion-/?utm_source=de_newsletter_links&utm_medium=email

sowie:

France Reeling From Beheading of Schoolteacher Educating About Free Speech