Medienspiegel

Die Verachtung des kleinen Mannes ist Ursache der Spaltung

Der Graben in der amerikanischen ebenso wie in der deutschen Gesellschaft kann nur überwunden werden, wenn die Medien ihre Verachtung der einfachen, einheimischen Leute aufgeben und ihnen das entgegenbringen, was sie für Minderheiten stets einfordern: Respekt.

Die Verachtung des kleinen Mannes ist Ursache der Spaltung

 

Kommentar GB:

Ein sehr lesenswerter Artikel! – Zitat:

(…) „Es war diese Überheblichkeit des Establishments und die daraus folgende Verbitterung des kleinen Mannes, die Trump an die Macht gebracht haben.“ (…)

Ich finde die etablierten Medien, von denen hier die Rede ist, intellektuell alles andere als beeindruckend, auch wenn sich ab und zu und hier oder dort ein ernsthafter und bedeutsamer Beitrag findet. Das freut mich dann. Ja, das gibt es, aber das allermeiste ist leider lediglich zeitgeistig-ideologisches Zeugs, das in die runde Tonne gehört. Insofern muten mich Versuche pädagogisierender Belehrung oder ideologischer Indoktrination ziemlich lächerlich an, weil der Hintergrund des bestehenden Unwissens jeweils mit aufscheint, was die Schlaumeier aber gar nicht merken.

Die Frage nach der Qualität der Journalistenausbildung ist so gesehen naheliegend und wahrscheinlich notwendig und dringlich. Andererseits wirkt aber ziemlich sicher der derzeitige herrschaftliche Verwendungszusammenhang dieser Arbeitskräfte für Informanda und Irreführung der Leser-, Zuseher- und Hörerschaft dahin, daß ein höheres intellektuelles Niveau als Berufshindernis erschiene. So können jeglicher Unsinn und jegliche Plattheit vorgetragen werden, ohne daß die Gefahr bestünde, den jeweiligen „Sprecher*innen“ würde jemals ein Denkfehler oder eine Informationslücke oder ein Widerspruch auffallen. Das eben ist für die Herrschenden die höchst komfortable Einfalt der Vielfalt. Und die Wählerschaft, oder das Volk, das laut Radio Eriwan angeblich sogar der Souverän sein soll, es wird von ihnen, den Herrschenden, für noch ein oder mehrere Stufen beschränkter gehalten als diese ideologische Berufskaste. Man muß die Leute daher eben irgendwie manipulieren, nicht wahr, damit sie tun oder lassen, was die Herrschenden wollen; gelingt das, ist für sie alles in Ordnung.

Tja; allerdings nur für sie.