Männlichkeit heute und einst

(…) „Verunsicherte Männer sind zögerlich, eine Partnerschaft einzugehen. Der Kinderwunsch von jungen Frauen ist heute markant höher als der von jungen Männern; viele trauen es sich einfach nicht mehr zu, für Familie und Kinder verantwortlich zu sein. Laut dem Statischen Bundesamt in Deutschland leben 27 Prozent der 18- bis 34-Jährigen allein und wollen auch keine Beziehung. Das ist nachgewiesenermaßen ein wichtiger Grund für die sinkende Geburtenrate.“ (…)
„Die Genderkritik geht allerdings inzwischen noch sehr viel weiter. In einem sehr informativen Band, herausgegeben von Harald Schulze-Eisentraut und Alexander Ulfig im Deutschen Wissenschafts-Verlag, bezweifeln namhafte Autoren beiderlei Geschlechts, dass die Gender Studies überhaupt als Wissenschaft qualifiziert werden können; sie belegen im Gegenteil, dass es sich dabei um eine Ideologie handle. Damit beginnt allmählich eine Diskussion, die vor allem der Feminismus versucht hat zu unterbinden.

Arne Hoffmann (Hrsg.) Gleichberechtigung beginnt zu zweit: Können Feminismus und Maskulismus für eine ganzheitliche Geschlechterpolitik zusammenwirken? Tectum Wissenschaftsverlag 2019
Harald Schulze-Eisentraut, Alexander Ulfig (Hrsg.) Gender Studies. Wissenschaft oder Ideologie? Deutscher Wissenschafts-Verlag 2019

Walter Hollstein war Professor für politische Soziologie in Berlin und u.a. Gutachter des Europarates für soziale Fragen. Er ist Träger des „Deutschen Sachbuchpreises“ und Autor diverser Bücher. In seinem gerade erschienenen Werk „Das Gären im Volksbauch“ (NZZ Libro) setzt er sich vertieft mit unserer gegenwärtigen Gesellschaft auseinander und geht dabei auch ausführlich auf die Gender-Problematik ein.