Chinas Islam-Politik

China baut weiter Lager in Xinjiang

Daniela Gschweng / 06. Dez 2020 –

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„Andere Massnahmen richten sich offenbar gegen die gesamte Ethnie der Uiguren. Im Sommer 2020 gelangten Berichte über Zwangsabtreibungen, erzwungene Geburtenkontrolle und Zwangssterilisationen bei muslimischen Frauen in Xinjiang an die Öffentlichkeit. Die Geburtenraten in der muslimischen Bevölkerung Xinjiangs sind in den letzten Jahren drastisch gesunken. Eine offizielle Erklärung dafür gibt es nicht.

Tausende Moscheen zerstört

Auf kulturellem Gebiet sieht es nicht anders aus: Seit 2017 wurden von den einst 24’000 Moscheen in Xinjiang Tausende von der chinesischen Regierung zerstört. Von den 15’000, die übriggeblieben sind, ist etwa die Hälfte beschädigt, stellte ASPI in einem zweiten Projekt fest.

Moscheen und Schreine wurden überbaut oder buchstäblich dem Erdboden gleichgemacht. Ein Teil der intakten Moscheen, berichten Beobachter vor Ort, sei zudem verschlossen oder umgenutzt worden.

Die Repression von Minderheiten in der autonomen Provinz Xinjiang geht weiter.

In Tibet und der Mongolei nimmt sie zu.“

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