Die politische Unterwerfung und ideologische Anpassung der Mehrheitsbevölkerung an die muslimische Massenzuwanderung

Hartmut Krauss

Die politische Unterwerfung und ideologische Anpassung der Mehrheitsbevölkerung an die muslimische Massenzuwanderung1

Um Protest und Kritik am Islam sowie an der muslimischen Massenimmigration abzuwehren und einzudämmen, haben die funktionsteiligen Akteure des neoliberal-globalkapitalistischen Herrschaftskartells eine ideologische Strategie kreiert, die folgende Praktiken kombiniert:

1. Die mehr oder minder pauschale Verleumdung kritischer Aussagen und Einstellungen gegenüber dem Islam und der muslimischen Masseneinwanderung als „rassistisch“, „fremdenfeindlich“, „islamophob“ etc. Mit Hilfe dieses politisch-medialen Basisdiskurses wird jegliche inhaltliche Auseinandersetzung von vornherein abgewehrt und verweigert bzw. unterdrückt. Zugleich wird damit eine Drohkulisse aufgebaut und Einschüchterung betrieben. Dabei darf und soll Islamkritik massenmedial immer nur im Gewand des „Rechtspopulismus“ auftreten, damit die genannten Verleumdungsetiketten ihre Plausibilität, Festigkeit und Abschreckung bewahren. Insofern ist die Art und Weise der öffentlichen Massenkommunikation über Islam und Zuwanderung subtil-perfider als grobschlächtig-repressive (totalitäre) Sprechverbote2.

2. In inhaltlicher Hinsicht basiert die ideologische Zurichtungsstrategie der Herrschenden zunächst grundlegend auf der Ausmerzung und/oder Verfälschung der aufklärungshumanistisch-religionskritischen und säkular-demokratischen Prinzipien und Wertegrundlagen der europäischen Zivilisation3. In diesem Kontext ist der gesamte herrschaftskritisch-emanzipatorische Ideen- und Theorienfonds als „Große Erzählung“ verschmäht und durch postmoderne Ideologien ersetzt worden; wobei der Zusammenbruch des „realen Sozialismus“ als Katalysator instrumentalisiert wurde. Infolgedessen wurde die klassische Linke weitgehend zerstört und durch eine postmoderne Pseudolinke ersetzt, die zu einem integralen politisch-ideologischen Funktionsbestandteil der neoliberal-globalkapitalistischen Herrschaftsstrategie geworden ist. Diese antimarxistisch-postmoderne Pseudolinke, zusammengesetzt aus islamophilen Grünen, poststrukturalistischen Feministinnen und Genderisten, poststalinistischen Sozialpopulisten, antideutschen multikulturalistischen Proislamisten und Rassisten neuen Typs, fungiert gewissermaßen als Straßengang der globalkapitalistisch dirigierten und finanzierten „Open Society“-Bewegung, die unter dem Markensymbol der „bunten Gesellschaft“ im Kern für eine Islamisierung der westlichen Gesellschaften wirkt, was im Endeffekt auf die Zerstörung der kulturellen Moderne hinauslaufen würde.

3. Im Näheren setzt sich die synthetische („bunte“) Ideologie des herrschenden Blocks aus folgenden Grundkomponenten zusammen:

a. die neoliberale Ideologie eines profitorientierten sowie werte- und kulturnihilistischen (Welt-)Marktradikalismus, der nicht nur unbegrenzt und unkontrolliert Waren, Finanzströme und Steuerhinterziehungsgelder über den Erdball bewegen will, sondern ebenso Menschen als variables Kapital verwertungsfunktional hin- und herschieben möchte und dabei über kulturelle Unterschiede, Gegensätze und Unvereinbarkeiten wie über Leichen geht;

b. die christlich-kirchliche Ideologie mit ihren Grundbestandteilen einer unreflektierten (antirationalen) Mitleidsmoral und Feindesliebe als probate Mittel, um anfällige und naive Menschen pseudohumanitär zu korrumpieren für eine böse, weil schädliche und selbstzerstörerische Sache, die im Mantel der Gutmenschlichkeit daherkommt. Hinzu kommt die interreligiöse Kumpanei der christlichen Kirchen mit dem Islam als wesentliches Kernelement des proislamischen Herrschaftskartells in Deutschland.

c. die antiaufklärerischen und wissenschaftsfeindlichen Ideologien des Multikulturalismus, Kulturrelativismus und Genderismus als Leitlinien der postmodernen Geistes- und Bildungszerstörung, die im pseudolinken Gewand auftritt, tatsächlich aber fest in die neoliberal-globalkapitalistische Ideologiestrategie eingeordnet ist.

Grundsätzlich ist in aller Klarheit festzuhalten, dass diejenigen, die sich heute als „links“ etikettieren und deshalb in den Medien von außen auch so „angerufen“ werden, mit dem klassischen herrschaftskritisch-emanzipatorischen Impetus, wie er im Marxschen Theorieprogramm und konzentriert im kategorischen Imperativ zum Ausdruck gebracht wird, nichts mehr zu tun haben. Tatsächlich handelt es sich bei der fälschlicherweise so genannten „Linken“ um eine Ansammlung von Kulturrelativisten, Multikulturalisten und Poststalinisten, deren weltanschaulich-politische Positionen im schroffen Gegensatz zur klassischen Marxschen Theorie stehen. Sie sind weder an einer kritisch-emanzipatorischen Analyse und Bewertung nichtwestlicher Herrschaftskulturen wie dem Islam4 noch am Begreifen der aktuellen Verflechtungsdynamik von Kapitallogik und nichtwestlichen Herrschaftsverhältnissen5 wirklich interessiert. Was sie antreibt, sind vielmehr folgende Beweggründe:

1) Das Absuchen der Wirklichkeit nach vordergründigen Bestätigungen für ihr veraltetes ideologisches Weltbild vom allmächtigen und einzig bösartigen westlichen Kapitalismus6.

2) Die Pflege eines positiv-rassistischen Vorurteils, das Angehörige nichtwestlicher Kulturen per se als Verkörperung des Guten, wenn auch etwas Zurückgebliebenen und Unselbständigen (auf jeden Fall: nicht Eigenverantwortlichen) ansieht und deshalb in sozialfürsorgliche Obhut nimmt, das heißt an ihnen ein vormundschaftssüchtiges Helfer- und Beschützersyndrom auslebt7.

3) Der antimarxistische, im Grunde reaktionär-konservative Verzicht auf die kritische Bewertung zwischenmenschlicher Herrschaftsverhältnisse und repressiver Praxen, wenn es sich dabei um eine „andere“, nichtwestliche Lebenskultur handelt.

4) Die Ausprägung eines deutungspathologischen Reflexes, der jedwede Kritik von Deutschen an Nichtdeutschen mit fast schon krimineller Verleumdungsenergie a priori, also unabhängig von der Überprüfung der inhaltlichen Tragfähigkeit der geäußerten Kritik, als „rassistisch“ und „fremdenfeindlich“ denunziert.

5) Die Tendenz zur Verbrüderung mit nichtdeutschen (antiamerikanischen und antijüdischen) Reaktionären, insbesondere islamistischen Kräften, nach der Logik „Der Feind meines Feindes ist mein Freund“8.

In dem Maße, wie sämtliche etablierten Parteien, die überwiegende Mehrheit der Medien, die „Linke“, die christlichen Kirchen, die Gewerkschaften, die staatlichen Organe der Migrationsindustrie und ihre Auftragnehmer bis hin zur abhängigen Auftragswissenschaft gegenüber breiten Einstellungsströmungen innerhalb der einheimischen Bevölkerung ein proislamisches Kartell bilden, das sich obendrein auch noch als „volkspädagogischer“ Vormund aufspielt (und somit den Unmut noch verschärft), tragen diese unterschiedlichen Kräfte eigentätig zur Herausbildung eines Repräsentationsdefizits bzw. einer eklatanten Vertretungslücke bei, in die „populistische“ Kräfte hineinstoßen. D.h.: Die systematische Ausgrenzung, Unterdrückung und Diffamierung islamkritischer Einstellungen der Bevölkerungsmehrheit ruft fast schon gesetzmäßig das Aufkommen zum Teil tatsächlich zwielichtiger politischer Kräfte hervor, indem sie bislang marginalisierten Rechtskräften die willkommene Gelegenheit bietet, sich zum Anwalt tatsächlich verkannter Interessen und Einstellungen aufzuschwingen.

Vor diesem Hintergrund hat sich eine durch und durch geisteskranke Konstellation des öffentlichen Diskurses herausgebildet: So steht im Zentrum der perfiden Verleumdungsstrategie der „Freunde des Islam“ die Behauptung, Kritik am Islam sei „rechts“. Tatsächlich verhält es sich genau umgekehrt: Die Verteidiger der extrem reaktionären und repressiven, autoritären, irrationalen und menschenrechtsfeindlichen Weltanschauung des Islam agieren als „bunt” und „weltoffen“ verkleidete Komplizen einer extrem „rechten” und totalitären Herrschaftskultur. Sie sind die wahren Verräter der kulturellen Moderne. Sie sind diejenigen, die die Werte und Prinzipien der Aufklärung mit Füßen treten. Sie sind es, die mit ihrer Tür- und Toröffnung für eine militant antiaufklärerische und rückschrittliche Einstellungs- und Lebensweise orientalisch-islamischer Machart die Zerstörung der europäischen säkularen Gesellschafts- und Lebensordnung vorantreiben.

Auf der anderen Seite popagieren jung- und altkonservative, nationalistische, ethnopluralistische und christlich-fundamentalistische Islamgegner ein pauschal antilinkes Hassbild, in dem die Einverleibung der pseudolinken Ideologie in die Strategie der neoliberal-globalkapitalistischen Herrschaftsträger komplett ausgeblendet bleibt und insofern antiaufklärerisch und systemstabilisierend wirkt. D.h.: Sowohl Pseudolinke als auch „Rechtspopulisten“ sind objektiv und auf gegensätzliche Art ideologische Lakaien der herrschenden Kräfte.

So setzen die rechten Akteure völlig verfehlt Multikulturalismus, Kulturrelativismus und Postmodernismus mit kritischer Gesellschafts-und Subjekttheorie gleich, verwechseln Marx mit Foucault und halten die grünen und sozialdemokratischen „Freunde des Islam“ und Missgestalter des posttriumphalistischen Krisenkapitalismus sowie die „sozialstalinistischen Umverteiler“ der „Linkspartei“ unversehens für „die Linken“. In primitiver Manier werden Marx, Engels, Stalin, Pol Pot, Claudia Roth, Mao, Maas und Stegner etc. in einen Topf geworfen. Generell gilt für diese neue antimuslimische Rechte, dass nicht der Hitlerfaschismus, sondern die zur mythologischen Homogenität verschmolzenen 68er das eigentliche Drama der deutschen Geschichte darstellen.

Angesichts dieser komplett verworrenen Diskursformation kann es nicht verwundern, dass die kritischen und unzufriedenen Zeitgenossen in zwar erzürnter, aber zunehmend resignativer und desorientierter Vereinzelung und Zersplitterung verharren.

Um die postdemokratisch beherrschte Bevölkerungsmehrheit für die Akzeptanz der Ausbreitung und Festsetzung islamischer Herrschaftskultur sowie der muslimischen Bestandserhaltungsmigration zu gewinnen, werden die benannten Ideologien und einschüchternden Diffamierungen nicht nur über die expliziten politisch-ideologischen Diskurse vermittelt, sondern durchziehen sämtliche „meinungsbildenden“ Apparate. D.h. Islamverteidigung und -schönfärbung sowie die Beschwörung einer „Willkommenskultur“ für irregulär und massenhaft eingedrungene sowie oftmals betrügerische und kriminelle Zuwanderer erfolgt in unterschiedlichster Verpackung: als Lerninhalt; neue Rechtsnorm; sprachlich frisierte Nachricht; selektive Präsentation von Vorzeigeflüchtlingen, die kontrafaktisch das Ganze suggerieren sollen; Fernsehkommentar; Zeitungsartikel; Theaterstück; Fernsehspiel; Sportübertragung etc. mitsamt den darin enthaltenen mehr oder minder offenen moralischen Botschaften (verdeckte Anordnung von Lebensregeln/Handlungsaufforderungen/Denknormen/Wertungen etc.). Im Einklang damit sollen die Beherrschten bei Strafe des Rassismusvorwurfs in eine ihnen migrationspolitisch aufgenötigte Haram- und Halal-Kultur einwilligen bzw. sich dieser unterordnen, wie sie von den islamischen Siedlern eingeschleppt wird und sich mit allen negativen Begleiterscheinungen zunehmend ausbreitet.

Unter den beschönigenden Codewörtern „interkulturelle Kompetenz“ und „Toleranz“ wird von Funktionsträgern in öffentlichen Einrichtungen wie zum Beispiel Behördenmitarbeitern und Lehrkräften gewährende Rücksichtnahme gegenüber den einsozialisierten islamischen Normorientierungen, Verhaltensweisen und Attitüden verlangt. Wer gegen diese Zumutung verstößt, riskiert Sanktionen und wird Opfer von sog. Antidiskriminierungsmaßnahmen, die auf vorauseilende Demütigung durch die immer dreister auftretenden Muslime hinauslaufen9. Einfache Bürger wiederum, die sich aufgrund von Beeinträchtigungen und negativer Alltagserfahrungen mit muslimischen Immigranten kritisch zu Wort melden, werden pauschal diskriminiert und zum „Pack“ erklärt. Die Bundeszentrale für politische Bildung versendet „eine Hilfestellung für den Alltag“ zum Thema „ISLAMFEINDLICHKEIT BEGEGNEN“ in Form einer Wandzeitung an die Schulen. Tenor: Kritik am Tragen des Kopftuchs als Symbol der Unterdrückung soll als „Pauschalurteil“ abgewehrt und der Zusammenhang von islamisch-patriarchalischer Sozialisation, höherer Gewalt- und Kriminalitätsbelastung von Muslimen geleugnet werden. Unter verfälschendem Rückgriff auf das unreflektierte Dogma der „Religionsfreiheit“ soll jede Kritik am Islam illegalisiert werden.

Von staatlicher Seite wird unter gezielter Einbeziehung von kulturell und politisch nichtassimilierten Infiltranten bzw. ethno-religiösen „Gruppensprechern“ aus der muslimischen Community gezielt ein Projekt der systematischen Islamisierung verfolgt. Aufschlussreich ist in diesem Kontext das „Impulspapier der Migrant*innenorganisationen zur Teilhabe in der Einwanderungsgesellschaft. Wie interkulturelle Öffnung gelingen kann!“ unter der Staatsministerin Aydan Özuguz. Das schönfärberisch geschwurbelte Stichwort lautet hier „Interkulturelle Öffnung“, womit „Freie Fahrt“ und „Anerkennung“ für vormodern-islamische und antisäkulare Normen, Handlungsweisen und Ordnungsvorstellungen festgeschrieben werden soll. Im Näheren bedeutet „interkulturelle Öffnung“ dann folgerichtig a) gleichberechtigte Teilhabe an Entscheidungs- und Willensbildungsprozessen für Islamfunktionäre und reaktionäre Muslimverbände – also unter dem Strich die Beteiligung des Erdogan-Regimes an der deutschen Innenpolitik sowie b) die Forderung, gegenüber den Muslimen mit ihrer zu überwindenden vormodern-repressiven „Sittlichkeit“ ein „kultursensibles“, also kritiklos akzeptierendes Verhalten an den Tag zu legen. Ergo: Laisser Faire gegenüber den grund- und menschenrechtswidrigen Dogmen und Normen des konservativen Mainstreamislam. Dabei muss c) die interkulturelle Öffnung = Islamisierung gegen Kritik immunisiert werden, was natürlich bedeutet „Ächtung und Sanktionierung von Rassismus und Diskriminierung“. In diesem Kontext wird dann auch eine Ausweitung der Antidiskriminierungsregeln verlangt; d.h. eine stärkere Repression und Ächtung von Islamkritik. Gelingen soll das durch den „Ausbau von Antidiskriminierungsbehörden zu Kompetenzzentren der interkulturellen Öffnung“.

Sind alle Kritiker mundtot gemacht oder hinreichend eingeschüchtert sowie „kultursensibel umerzogen“, gilt es sodann nach dem Willen der Verfasser als Art. 20b ein neues Staatsziel ins Grundgesetz aufzunehmen und Deutschland in ein nicht näher bestimmtes Einwanderungsland zu verwandeln: „Die Bundesrepublik Deutschland ist ein vielfältiges Einwanderungsland. Sie fördert die gleichberechtigte Teilhabe, Chancengerechtigkeit und Integration.“ Da diese Forderung darauf abzielt, in formal-demokratischem Tarnvokabular die Etablierung islamischer Weltanschauung mit ihren unabtrennbaren auszulebenden Vorschriften und Normen zu legitimieren, also einer grund-und menschenrechtswidrigen Ordnungsideologie mit absolutem Geltungsanspruch die verfassungsmäßige Unantastbarkeit zu verleihen, fehlt diesem Passus naturgemäß die entscheidende einschränkende Bedingung, die tatsächlich in Deutschland zur Staatsräson erhoben werden sollte: Gleichberechtigte Teilhabe, Chancengleichheit und Integration ist für legal nach Deutschland gelangte Einwanderer nur möglich, sofern die Einwanderer sich von ihren grund-und menschenrechtswidrigen weltanschaulichen Bindungen, Orientierungen und normativen Verpflichtungen bedingungslos lösen und es unterlassen, diese im Einwanderungsland auszuleben und zu tradieren. Unterlässt man diese Einschränkung, dann würde Deutschland in einen sowohl ökonomischen als auch soziokulturellen Beutestaat für alle möglichen Sorten begehrender Einwanderer umfunktioniert. Genau darauf aber zielt das „Impulspapier“ ab: Die Zuwanderer sollen sich entgegen bisheriger Integrationsvorstellungen nicht mehr in die bestehende (zumindest dem Anspruch nach säkular-demokratische) Gesellschafts-und Lebensordnung sozio-kulturell eingliedern, sondern umgekehrt: Die gesellschaftliche Mehrheit ohne muslimischen Migrationshintergrund soll sich den Ansprüchen und Vorgaben der islamischen Siedler anpassen und unterordnen und darüber hinaus den Ausbreitungsprozess islamischer Herrschaftskultur auch noch aktiv unterstützen. Wer dem widerspricht, gilt als Verfechter der „Abschottung“. (Was für die alten Nazis „Rassenschande“ war, ist für die neuen proislamischen Totalitaristen „Abschottung“)

Gefordert wird ganz in diesem Sinne die Einsetzung eines Nationalen Rates zur „interkulturellen Öffnung“ auf gesetzlicher Grundlage, d.h. im Endeffekt die Schaffung einer Behörde, die – bei Weglassung des ganzen rhetorischen Beiwerks – den Islamisierungsprozess steuert und überwacht. Migrantenorganisationen, darunter bei Licht betrachtet vornehmlich die Islamverbände, sollen in ihrer Professionalisierung mit 10 Millionen Euro pro Jahr unterstützt und zu guter Letzt zu Trägern von Antidiskriminierungsmaßnahmen zertifiziert werden – natürlich verbunden mit einer dreijährigen Anschubfinanzierung. Ganz im Einklang mit der OIC wird der Anspruch erhoben, Zielquoten-/Korridore für Führungskräfte zu gewährleisten, um so den Anteil von Migranten in Entscheidungsfunktionen von relevanten Organisationen und Institutionen zu erhöhen. (Wohin eine Öffnung und Migrantenquotierung für Muslime schon unterhalb der Ebene von Entscheidungsfunktionen führen, zeigt eindrucksvoll der Berliner Polizeiskandal.10)

In ihrem Text „Strategie islamischer Kulturaktion im Westen“, verabschiedet im November 2000 in Doha, hatte die OIC explizit festgestellt, „dass die islamischen Diaspora-Gemeinden einen Teil der islamischen Nation bilden“ (Bat Ye’or 2013, S. 69). Um diese herrschaftsstrategische Abteilung der westlichen Gemeinden zu stärken, werden unermüdliche Islamaktivitäten in den Bereichen Erziehung und Kultur gefordert, denn „die Bewahrung der Identität erfordert eine rechtsgültige islamische Erziehung. Ebenso verlangt sie nach sorgfältig ausgearbeiteten Programmen hinsichtlich Bildung, Führung und Sozialfürsorge. … Daher sollten die Muslime in Europa einen einheitlichen Plan für die Zukunft der dortigen islamischen Präsenz entwerfen. Diese Strategie sollte sich darauf ausrichten, den Muslimen der Diaspora die erforderlichen Bedingungen zu schaffen, um die Schlüsselpositionen in den Gastgebergesellschaften zu besetzen – ökonomisch, kulturell, politisch, informationell. Dies sind die Hauptgründe gewesen, die eine Strategie der islamischen Kulturaktion erfordern, speziell zugeschnitten auf die Muslimgemeinden im Westen.“ (S. 70; Hervorhebung von mir, H.K.) Das „Impulspapier“ reflektiert genau die Schaffung dieser Bedingungen für die islamisch-herrschaftsstrategischen Infiltrationsabsichten.

Auch der „Rat für Migration“, ein Zusammenschluss von Islamverteidigern und Lobbyisten der Zuwanderungsindustrie aus den Reihen der staatsnahen Migrationswissenschaft, verdinglicht in einem Manifest11 die Masseneinwanderung von Muslimen und die damit verbundene Ansiedlung einer antisäkularen und rückschrittlichen Herrschaftskultur zu einem unabänderlichen Schicksal, das die nichtmuslimische Bevölkerungsmehrheit gefälligst hinzunehmen und zu ertragen hat. Der migrationsbedingte Gegensatz zwischen einer säkular-demokratischen und einer islamisch-gottesherrschaftlichen Lebensorientierung sowie die vermeidbare Erosion der freiheitlich-aufgeklärten Prinzipien europäischer Gesellschaftsgestaltung ist für diese Lobbygruppe „kein zu überwindendes Problem, sondern der Normalfall.“ Verordnen möchte man eine auszuhaltende Normalität, in der die nichtmuslimische Mehrheitsbevölkerung, darunter zahlreiche Menschen mit Migrationshintergrund, mit orthodox-islamischen Schariaanhängern „um die Grenzen des Akzeptablen und Zulässigen“ streiten muss. Die Anforderung an Zuwanderer, sich den in der deutschen Aufnahmegesellschaft multidimensional geltenden Normen, Werten, Verhaltensweisen und sozialen Regeln anzupassen, wird vollständig über Bord geworfen und stattdessen gefordert: „Wer dauerhaft in Deutschland lebt, gehört dazu – diese Haltung muss von der Politik klar vertreten werden, ohne Wenn und Aber. (…) Erforderlich ist auch ein Verzicht auf Debatten, die suggerieren, dass ein Migrationshintergrund noch in der zweiten und dritten Generation ein bedeutsames Unterscheidungsmerkmal sei.“(S. 4) D.h.: Wenn aufgrund orthodox-islamischer Sozialisation in muslimischen Gegenmilieus (verharmlosend wird hier oftmals von „Parallelgesellschaften“ gesprochen) sowie unter den Einflüssen des „Google-Islamismus“ Sprösslinge der zweiten und dritten Generation von „Muslimen in Deutschland“ noch reaktionärer und radikaler eingestellt sind als ihre Eltern- und Großelterngeneration, so darf diese ideologische Selbstausgrenzung nach dem Imperativ des „Rates für Migration“ nicht mehr problematisiert werden12.

Wenig überraschend ist es, dass der „Rat für Migration“ sich auch als Bestandteil jener Seilschaften erweist, die am Projekt der Auslagerung eines Teils der Überbevölkerung aus den islamischen Kriegs- und Krisenregionen nach Europa arbeiten und auf noch zu geringen Widerstand stoßen. So wird von Deutschland die Bereitschaft verlangt, „kontinuierlich eine größere Zahl von Geflüchteten im Rahmen von Neuansiedlungsprogrammen (Resettlement) aufzunehmen.“ (Hervorhebung von mir; H.K)13

Die laut Umfrageergebnissen zu großen Teilen islamkritisch eingestellte und die irreguläre Masseneinwanderung ablehnende, aber ohnmächtige und widerstandspolitisch schlecht aufgestellte Bevölkerung sieht sich somit einem doppelten Angriff ausgesetzt: Zum einen ist sie Objekt einer systematisch und dauerhaft betriebenen Hetze zwecks Protektion und Verharmlosung des Islam und dessen reaktionärer Anhängerschaft; zum anderen wird der Prozess der Ausdehnung und rechtlichen Absicherung islamischer Herrschaftskultur strategisch geplant forciert14.

Demgegenüber gilt es in aller Entschiedenheit Folgendes zu betonen: „Grund- und menschenrechtswidrige Weltanschauungen und kulturelle Traditionen – auch und gerade religiöser Art – dürfen nicht verklärt, beschönigt und verharmlost werden, bloß weil sie vordergründig und oberflächlich betrachtet „anders“, „fremd“, „nichtwestlich“ etc. sind. Die aufklärungshumanistische Religions- und Herrschaftskritik als wesentliche europäische Identitätsgrundlage kennt keinen relativistischen „Kulturbonus“, sondern richtet sich gegen alle reaktionär-antiemanzipatorischen Herrschafts- und Ideologieformen. Deshalb ist es auch völlig verfehlt, „kulturelle Vielfalt“ an sich, also ohne kritische Reflexion der jeweiligen Kulturen und gänzlich inhaltsabstrakt, zum Fetisch zu erheben. Die Duldung, ja Förderung und Bejubelung des ausufernden Migrationsimports unaufgeklärter, rückständiger und autoritärer Kulturen, die mit den europäischen Grundwerten unvereinbar sind und deshalb weder „Toleranz“ noch „Respekt“ verdienen, ist kein Zeichen von Stärke, sondern führt mittel- und langfristig zur Schwächung und „bunten“ (Selbst-)Zerstörung der europäischen Moderne.“15

Literatur:

Adamek, Sascha: Scharia-Kapitalismus. Den Kampf gegen unsere Freiheit finanzieren wir selbst. Berlin 2017.

Bat Ye’or: Europa und das kommende Kalifat. Der Islam und die Radikalisierung der Demokratie. Übersetzung, Hintergründe und Kommentierung von Hans-Peter Raddatz. Berlin 2013.

Flaig, Egon: Die Niederlage der politischen Vernunft: Wie wir die Errungenschaften der Aufklärung verspielen. Springe 2017.

Krauss, Hartmut: Auswirkungen der ungesteuerten Massenzuwanderung auf die gesamtgesellschaftliche Entwicklung. Eine kritisch-systemtheoretische Skizze. In: HINTERGRUND. Zeitschrift für kritische Gesellschaftstheorie und Politik. Osnabrück 29 (2016) 3. S. 19 – 56.

Krauss, Hartmut: Der Islam als grund- und menschenrechtswidrige Weltanschauung. Ein analytischer Leitfaden. Osnabrück 2013.

Krauss, Hartmut (Hrsg.): Feindbild Islamkritik. Wenn die Grenzen zur Verzerrung und Diffamierung überschritten werden. Osnabrück 2010

Krauss, Hartmut: Islam, Islamismus, muslimische Gegengesellschaft. Eine kritische Bestandsaufnahme. Osnabrück 2008.

Anmerkungen:

1 Vortrag auf der Jahreshauptversammlung der GAM e.V. am 24.11.2017 in Osnabrück.

https://www.youtube.com/watch?v=N3gbQuk2WB4&feature=youtu.be
2 Krauss (Hg.) 2010: „Feindbild Islamkritik“.
3 http://www.gam-online.de/text-Islamismus%20und%20Kollaboration.html
4 Krauss 2008 und 2013
5 Adamek 2017; http://www.hintergrund-verlag.de/texte-islam-hartmut-krauss-saudi-arabien-konturen-einer-islamischen-oelrentendiktatur.html
6 http://www.glasnost.de/autoren/krauss/glokritik.html
7 Flaig 2017
8 http://www.zeit.de/2015/15/religionskritik-linke-fundamentalismus-islamismus
9 http://www.wissenbloggt.de/?p=42199&cpage=1
10 https://www.focus.de/politik/deutschland/endlich-erfaehrt-die-bevoelkerung-mal-was-abgeht-polizist-zu-skandalen-in-berlin-unfassbar-wie-alles-unter-den-teppich-gekehrt-wird_id_7881937.html
11 „Einwanderung gestalten, Flüchtlinge schützen. Manifest für eine zukunftsfähige Migrations-, Flüchtlings- u d Integrationspolitik“

https://www.focus.de/politik/deutschland/endlich-erfaehrt-die-bevoelkerung-mal-was-abgeht-polizist-zu-skandalen-in-berlin-unfassbar-wie-alles-unter-den-teppich-gekehrt-wird_id_7881937.html

https://ratfuermigration.files.wordpress.com/2017/09/rfm_manifest_migrationspolitik_20172.pdf

12 Von dieser „migrationswissenschaftlichen“ Einstellung hin zu dekadenter Pseudokunst, bei der die religiös-barbarischen Bataclan-Mörder als „Märtyrer“ auf eine Stufe mit Sokrates und Martin Luther King gestellt werden, ist es nur noch ein kurzer Weg.

https://www.welt.de/politik/deutschland/article171107060/In-Berlin-Kreuzberg-werden-Massenmoerder-zu-Maertyrern-erklaert.html
13 Zur Kritik der irregulären Massenimmigration und der daraus resultierenden gesellschaftlichen Probleme vgl. Krauss 2016.
14 Siehe dieses Video: https://www.youtube.com/watch?v=SLoY4Jl8H8s
15 Thesen zur säkular-demokratischen „Leitkultur“ für die europäischen Gesellschaften http://www.gam-online.de/text-thesen.html

Quelle:

http://www.gam-online.de/text-Unterwerfung.html

sowie:

Verkehrung der Islam- und Migrationsdebatte auf der Rechts-Links-Achse