Sonst entgleitet uns die Pandemie

Thomas Rietzschel / 11.12.2020

„Die Rettungswagen ist längst gegen die Wand gefahren. So blind, das nicht zu sehen, können nicht einmal die verbeamteten Vorreiter des Lockdown sein, weder Wieler noch Drosten, Merkel, Spahn oder Söder. Nur sind den Organisatoren der Krise die Hände gebunden. Würden sie zugeben, was längst auf der Hand liegt, dass die Käfighaltung der Bürger so wenig bringt wie das Abwürgen der Wirtschaft, liefen sie Gefahr, ihr Gesicht, politisches Ansehen und das Vertrauen der Menschen „draußen im Lande“ zu verlieren.

Bis zur nächsten Wahl im kommenden Herbst darf es so weit nicht kommen, nicht ums sprichwörtliche „Verrecken“. Deshalb müssen sie weiter Gas geben, noch stärker auf die Tube drücken. Zwar bringt sie das keinen Zentimeter voran, die Mauer will nicht nachgeben, die Welle nicht brechen. Dafür aber drehen die Räder durch, dass es qualmt.

Ganz so sinnlos, wie es dem gesunden Menschenverstand erscheinen mag, haut das politische Panikorchester nicht auf die Pauke. Was sie tun und mehr noch: was ihnen droht, wissen die Besessenen durchaus. Ihr rhetorischer Qualm muss die Hirne der Verängstigten weiter benebeln, wollen sie nicht auf dem nackten Hintern landen. Wenn die Kanzlerin jetzt sagt, „sonst entgleitet uns die Pandemie“. dann heißt das nicht bloß, dass das Infektionsgeschehen aus dem Ruder laufen könnte, vielmehr steckt in der Aussage die Sorge, mit der Pandemie könnte der Exekutive ein Instrument politischer Herrschaft „entgleiten“.“ (…)

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