Coronavirus. „Geben Sie mir den Rest meines Lebens zurück!“

15. Januar 2021
Dr. Gudrun Eussner

Coronavirus. „Geben Sie mir den Rest meines Lebens zurück!“

„Heidi, Studentin der Politikwissenschaft in Straßburg, ruft Macron zu:
‚Geben Sie uns ein Stück unseres Lebens zurück!'“
Heïdi, étudiante à Sciences Po Strasbourg, interpelle Macron : « Rendez-nous un bout de vie ! »
Par Philippe Dossmann, Dernières Nouvelles d’Alsace, 14 janvier 2021
 
Danke, liebe Heidi, Du rufst auch für mich! Du, die noch ihr ganzes Leben vor sich hat, kannst diese Willkürmaßnahmen des Führers in seinem atomsicheren Bunker irgendwann vergessen. Ich aber, die ich endgültig im letzten Viertel meines Lebens angekommen bin, werde mit diesem Trauma sterben.

Tag für Tag geht es mir an die Substanz, da kann ich gern vorm Spiegel Männchen machen: 20 Kniebeugen, mehrmals täglich, bringen mich nicht mehr recht in Schwung; seit die Bundeskanzlerin sie Kindern in kalten Schulklassen empfohlen hat, werden sie mir immer widerwärtiger. Spaziergänge ums Haus herum nutzen dem Körper, aber für die Seele sind sie nicht sehr ergiebig; denn ich komme vorbei an Straßenzügen mit geschlossenen Ladengeschäften, bei den meisten sind die Schutzgitter runtergelassen, an manchen klebt ein Zettel „zu vermieten“, vorbei an traurig blickenden Menschen aller Altersstufen. Auch die Kinder gehen brav neben der Mutter und wagen kaum ihren Blick zu heben. Maulkorbträger die meisten, manche unvorschriftsmäßig mit Nase draußen, oder der Maulkorb baumelt am Ohr. Alle, die nicht vorschriftsmäßig maskiert einhergehen, blicken verschämt zur Erde, wenn sie mich sehen, selbst wenn ich gerade, weil die Luft rein ist, keinen Maulkorb trage. In den Wohnstraßen gehe ich vorbei an Häusern, in denen sich in engen Räumen Menschen drängeln, am Fenster Luft schnappen und traurig zu mir runter blicken. Keiner winkt zurück, wenn ich winke.

Bei solchen Spaziergängen kann ich außer in den Hallen des Quai Vauban nicht auf die Toilette; denn alle Bistrots sind geschlossen. Die öffentlichen Toiletten wurden abgeschafft, weil die Verwaltung – welche? – die Gaststätten aufforderte, ihre Toiletten denjenigen zu öffnen, die ihrer bedürfen.

Liebe Heidi, Du wohnst wenigstens nicht allein in einem Haus, über Dir und unter Dir leere Wohnungen, beim Blick aus dem Fenster geschlossene Jalousien, hin und wieder ein Hund, der sein Herrchen Gassi führt, sondern mit Studienkollegen. Wenn Du wüßtest, was es für eine Rentnerin bedeutet, nicht mehr zum Schwimmen zu dürfen, zwei oder drei Mal die Woche 1 000 m Rücken, in 35 Minuten! Versuch’s mal, wie schnell Du bist, Heidi! Wann? Anfang des nächsten Jahres, wenn Du endlich wieder  leben darfst, weil Emmanuel Macron Deine Stimme braucht zur Wiederwahl als Präsident. Er rechnet sicher damit, daß ihm dann viele, die ganz frisch ihre wiedergewonnene Freiheit schnuppern, aus lauter Dankbarkeit ob der Gnade des Herrn ihre Stimme geben.

Dann schwimmst Du, liebe Heidi, aber wie!

Nun zu den vermaledeiten Donnerstagen, an denen Premierminister Jean Castex mit seiner rauen Stimme doziert, der er den charmanten Akzent unserer Pyrenäen abtrainiert hat, weil die Pariser sonst über ihn lachen, diesen Donnerstagen, an denen er und die anderen Sprachrohre des Herrn, die Ausführenden im Amte, immer neue Willkürmaßnahmen verkünden, die Hoffnungslosigkeit der Untertanen vermehren. Auf LCI meinte gestern, anerkennend, ein Gott in Weiß, die Franzosen wären docile = lammfromm, gehorsam. Den Untertanen rät der Premierminister in einem Schlenker seiner Anweisungen, zum Schluß seiner Rede, sich bitte körperlich zu ertüchtigen und fit zu halten!

Brasserie de la gare, 1, avenue du Général de Gaulle
“Ici, on a l’occasion de siroter les cafés très délicieux dans une ambiance paisible
et les personnels sont très accueillants.”

Liebe Heidi, was es für mich bedeutet, nicht mehr jeden Morgen in mein „zweites Appartement“ zu ziehen, fünf Minuten entfernt von meiner Wohnung, um im Kreis der Familie der Gastwirtsleute und der immer gleichen Stammgäste, darunter der Italiener Joseph, mit seinem Jack Russell Zeus, vom Hotel Paris-Barcelona, mein Café-Croissant zu frühstücken und L’Indépendant und Le Figaro zu lese, das kannst Du Dir vielleicht nicht vorstellen! Sie behaupten, und verlegen die Sperrstunde ab morgen auf 18 Uhr vor, solche einfachen Freuden des Lebens führten zu einem Effet Apéro, einem „Effekt durch den Apéritif“. Unter „Effekt“ verstehen sie die Verbreitung der todbringenden Coronaviren, ihrer britischen, südafrikanischen oder brasilianischen Mutanten. Apéritif, das weißt Du sicher, ist das gesellige Beisammensein von Freunden, Bekannten, Arbeitskollegen, nach der Arbeit, bei einem Vin doux oder Pernod und einigen Käsestangen. Warum mir mein morgendliches Café-Croissant auf unbestimmte Zeit weiter verwehrt bleibt, erklärt mir kein Dekret. Die Zeitungen gibt’s im Internet.

All das, nicht nur Deine Ausbildung unter Kommilitonen, in der Universität, wird von der Regierung Frankreichs als Luxus und als nicht wesentlich eingestuft, wie auch das sonstige gesellschaftliche Leben – das der Untertanen, nicht etwa ihr eigenes, da arbeiten sie gern bei Speis und Trank, ein Dutzend politischer Freunde und solche, die es bis zur Präsidentschaftswahl, April 2022, werden sollen, Marine Le Pen gehört nicht dazu, um einen festlich gedeckten Tisch. Do as I say – not as I do.

La cargolade

Von gelegentlichen Treffen zum Mittagessen in einem der Lieblingsrestaurants Nord-Kataloniens oder im Nachbardepartement Aude, mit einer Gruppe, der ich jahrelang angehöre, will ich nicht auch noch anfangen, auch nicht von den unvergleichlichen Cargolades mit den Rittern des „Großen Rates“ der „Bruderschaft der Schnecke des Roussillon“, der Confrérie de l’escargot du Roussillon.

Liebe Heidi, zu dieser Bruderschaft gehöre ich seit vielen Jahren als Chevalier de l’ESCARGOULADE, ist wirklich wahr! Ich lade Dich ein, mich in Perpignan zu besuchen. Du schläfst in meinem Gästebett, und wir werden gemeinsam alles das erleben, was uns der totalitäre Herrscher der Franken über die Völker Austrasiens, die Germanen und sonstigen Westgoten, noch lange vorenthalten will.

Die Einladung gilt!

Contre nous de la tyrannie ! Résistons ! Vive la France libre !

Quoi qu’il arrive, la flamme de la résistance française ne doit pas s’éteindre et ne s’éteindra pas.

Mais le dernier mot est-il dit ?
L’espérance doit-elle disparaître ?
La défaite est-elle définitive ?
Non !
Affaire à suivre …

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„Man führt ein Volk nur, indem man ihm eine Zukunft zeigt, ein Chef ist ein Händler der Hoffnung.“
„On ne conduit le peuple qu’en lui montrant un avenir, un chef est un marchand d’espérance.“
(Napoléon Bonaparte)

Je suis née dans une dictature; j’en mourrai d’une.
👶Ich bin in einer Diktatur geboren; ich werde an einer Diktatur sterben.💀

Maintenant il me laisse indifférente si ce führer finirait comme son prédécesseur.
Inzwischen läßt es mich kalt, wenn dieser Führer so enden würde wie sein Vorgänger.

https://eussner.blogspot.com/2021/01/coronavirus-geben-sie-mir-den-rest.html