Covid-19 greift die Organe an? Kritisch-realistische Richtigstellungen; Pandemie-Doppelstandards

Hartmut Krauss

Covid-19 greift die Organe an – wie gefährlich ist das?

https://www.nzz.ch/wissenschaft/covid-19-greift-die-organe-an-ist-das-der-grund-fuer-long-covid-ld.1596073?utm_source=pocket-newtab-global-de-

Auszüge:

„Wie sich zeigte, war die Lungenfunktion der Personen mit schwerem Infektionsverlauf etwas vermindert, nicht hingegen jene der leichter erkrankten Probanden. Erstere waren zudem vergleichsweise weniger belastbar und wiesen mehr Auffälligkeiten in CT-Scans der Lunge auf – ein gesundheitlicher Rückstand, der sich zumindest teilweise auf ein höheres Alter, mehr Vorerkrankungen und eine grössere Leibesfülle zurückführen liess.

Vergleichbare Resultate erzielten zwei weitere Studien, darunter eine norwegische und eine österreichische. Wie der Lungenarzt Joan Soriano vom Universitätsspital in Madrid und Kollegen in einem Editorial schreiben, zeigten alle drei Studien einmal mehr, dass die Erschöpfung und die Atemnot etlicher Post-Covid-Patienten nicht objektiv nachweisbar seien. (…) Klar unterschieden werden müsse dabei zwischen infektions- oder auch behandlungsbedingten Organschäden einerseits und einem chronischen Fatigue-Syndrom andererseits. (…)

Ungewiss ist ferner, unter welchen Umständen und wie häufig das neue Coronavirus neben der Lunge auch andere Organe befällt. Da Covid-19 etliche Organe in Mitleidenschaft ziehen kann, bestand zu Beginn der Pandemie die Befürchtung, Sars-Cov-2 würde viele Gewebe in grossem Stil infizieren. Das scheint sich gleichwohl nicht zu bewahrheiten. (…)

Hart ins Gericht ging Frangogiannis zudem mit der Berichterstattung in den Medien. Wie er schreibt, gebe es keinerlei Evidenz für Behauptungen wie jene in einem News-Artikel im Fachmagazin «Science». Darin heisst es, das Virus richte im Herzen Verwüstungen an, es könne in Herzzellen eindringen und diese zerstören und besitze anhaltende Auswirkungen auf die Herzgesundheit. Laut dem Arzt behindert die Verbreitung von Weltuntergangsszenarien den Kampf gegen die Pandemie. Denn sie schüre nicht nur Angst, sondern unterminiere zudem das Vertrauen der Bevölkerung in die Forschung.“

 

Lockdown für den Pöbel, Drei-Gang-Menü für Söders Minister und Polizei-Chefs

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(…) „Während also Normalbürger nicht einmal träumen können von einem Nudelgericht in einem Restaurant, lassen es diejenigen, die für diese beispiellose Einschränkung der Grundrechte verantwortlich sind, schon mal krachen: Als am Donnerstag die Vizepräsidentin des Polizeipräsidiums Oberbayern Süd, Eva Schichl, im Kultur- und Kongresszentrum in den verdienten Ruhestand verabschiedet werden sollte, mussten die anwesenden Journalisten den Raum der Pressekonferenz durch einen Notausgang verlassen. Als sie weg waren, ließen es sich der anwesende Innenminister Bayerns Joachim Herrmann (CSU) und die Polizisten nicht nehmen, sich von einer Catering-Firma Essen servieren zu lassen. Laut einem Bericht der „Bild“ gab es für einen erlesenen Kreis von zehn Teilnehmern ein Drei-Gänge-Menü. Mit dabei: Landespolizeipräsident Wilhelm Schmidbauer, Polizeipräsident Robert Kopp und der Rosenheimer Oberbürgermeister Andreas März (CSU).“ (…)