Die Schwäche des christlichen Mannes in der islamischen Wahrnehmung

Zana Ramadani
14. Juni 2017

„Die feministische Publizistin Zana Ramadani stammt aus einer muslimischen Familie, wandte sich aber später vom Islam ab. Vor kurzem erschien ihr Buch “Die verschleierte Gefahr”, in dem sie “falsche Toleranz gegenüber dem Islam” in Deutschland kritisiert. Hier beschreibt sie zudem, dass viele Muslime christliche Männer als schwach und verweichlicht wahrnehmen würden.

Ramadani zufolge erzeuge diese Wahrnehmung bei Muslimen vor allem Verachtung:

„Vor allem junge Muslime in Deutschland nehmen Christen nicht ernst. […] Die Männer gelten als verweichlicht; sie repräsentieren nicht das, was arabische Machos unter ‚Mann sein‘ verstehen. Das ist ein Ergebnis ihrer Erziehung, die ihnen vermittelt: Respekt vor der Mutter, Respekt vor der guten, ehrbaren Frau, Respekt vor Älteren und anderen Männern ihres Schlages. Ungläubigen schuldet kein Muslim Respekt. Nicht den deutschen Männern, die – so der hämische Hinweis nach den Übergriffen in Köln – nicht in der Lage seien, ihre Frauen zu beschützen. […] Deutsche Männer sind Weicheier, das ist das Urteil vieler Muslime. Sie befinden sich in einer Art Sinnkrise, wissen die muslimischen Jungs, sie haben sich von den Frauen domestizieren lassen. Die deutschen Männer sind weibisch.“
Zwischen christlichen und nichtchristlichen Deutschen werde demnach durch Muslime kaum unterschieden, was die Wahrnehmung von Schwäche angeht.“ (…)

Zana Ramadani: Die Schwäche des christlichen Mannes in der islamischen Wahrnehmung