Die Bundeszentrale für politische Bildung soll die Deutschen ausgewogen und unideologisch informieren – schön wär’s

Kaum eine Behörde hat einen so grossen politischen Einfluss auf die deutsche Bevölkerung. Einseitigkeit in der Wissensvermittlung steht ihr eigentlich nicht zu – und dennoch ist eine Schlagseite bisweilen unübersehbar.

Anna Schneider, Berlin 07.02.2021

(…)“ Die ideologische Schieflage der Bundeszentrale ist evident. Der Stellenausbau mit dem einseitigen Fokus auf den «Kampf gegen Rechts» dürfte kaum für mehr Ausgewogenheit sorgen.“

https://www.nzz.ch/international/bundeszentrale-fuer-politische-bildung-in-ideologischer-schieflage-ld.1599958

Kommentar GB:

Warum sollte sich ausgerechnet diese dem Bundesministeriums des Inneren (BMI) unterstellte Behörde weniger politisch-opportunistisch instrumentalisieren lassen als eine andere dem BMI unterstellte Behörde, nämlich der Inlandsgeheimdienst („Verfassungsschutz“)? Das greift alles wunderbar ineinander. Die politischen Interessen dahinter liegen auf der Hand. Wer sehen will, der sieht. Zitat:

„Sucht man liberale und konservative Stimmen im Reich der Bundeszentrale, ist die Ausbeute zwar nicht in allen, aber doch in einigen Bereichen mau. Das liegt auch daran, dass unter dem grossen Schwerpunkt der Bundeszentrale – Rechtspopulismus und Rechtsextremismus – alles Mögliche subsumiert wird. Ein Beispiel: Im Online-Dossier Rechtsextremismus ist vom «Genderwahn» als neuem Feindbild der extremen Rechten die Rede, eine Ausgabe von «Aus Politik und Zeitgeschichte», einer von der Bundeszentrale herausgegebene Beilage der Wochenzeitung «Das Parlament», unterstellt konservativen Journalisten Antifeminismus, weil sie gegen gendergerechte Sprache argumentieren. Dass die grosse Mehrheit der Deutschen laut Umfragen nichts von Binnen-I und Gendersternchen hält, bleibt unerwähnt.“ (…)

Was vom Antifeminismus zu halten ist:

https://www.cuncti.net/geschlechterdebatte/1193-prof-guenter-buchholz-widerlegt-andreas-kemper