Die Wissenschaftspolitik der EU-Kommission

5. 3. 2021

Interview
27.11.2020

„Gender Bias: »Es geht nicht um Frauen, es geht um korrekte Forschung«
Sex und Gender finden in der Wissenschaft noch zu wenig Beachtung, sagt die Wissenschaftstheoretikerin Londa Schiebinger im Interview. Das verzerre Ergebnisse. »Gut, dass ein Wandel stattfindet.«
von Elizabeth Gibney

„Ob Medikamenten- oder Produktentwicklung, Klima- oder Umweltforschung – wenn Forscherteams in ihren Studien nicht ausreichend Rücksicht auf Geschlecht und Gender nehmen, kann das die Ergebnisse maßgeblich verzerren. Nun hat die Europäische Kommission erklärt, die Analyse von Geschlecht und Gender in der Forschung künftig verpflichtend machen zu wollen. Die Regelung soll mit Beginn des Horizon-Programms 2021 gelten und zwar für nahezu alle Disziplinen. Die Kommission will Forscherinnen und Forscher auffordern, die Faktoren in jeder Phase ihrer Arbeit zu berücksichtigen – vom Studiendesign bis zur Datenerhebung und -analyse. Sie bekräftigt damit eine Politik, die sie seit 2013 verfolgt (siehe Kasten »Mehr Vielfalt in der EU-Forschung«).“ (Hervorhebung GB)

„Anstoß für den Beschluss hat der Bericht »Gendered Innovations 2« geliefert, der am 24. November 2020 veröffentlicht wurde.“ (…)

https://www.spektrum.de/news/es-geht-nicht-um-frauen-es-geht-um-korrekte-forschung/1799816

Kommentar GB:

Der Begriff des Geschlechts (sex) ist biowissenschaftlich fundiert und gesichert: (männlich = XY, weiblich = XX), sowie – als sehr seltene Störung der Herausausbildung dieser beiden Geschlechter – Formen der Intersexualität. Daher besteht in naturwissenschaftlichen Zusammenhängen keinerlei Bedarf für einen Gender – Begriff. Die biologische Tatsache, daß sich Männer und Frauen der species homo sapiens in anatomischer, physiologischer und psychologischer Hinsicht  unterscheiden, ist selbstverständlich ein triftiger Grund, z. B. medizinisch und pharmazeutisch beide Geschlechter im Blick zu haben und zu berücksichtigen. Irgendein Werturteil ist mit diesen Tatsachen nicht verbunden, und es wäre auch unangebracht. Es gibt solche geschlechtlichen Unterschiede, ebenso wie es Unterschiede zwischen Kindern und Alten gibt, auf die, ebenso wie bei Männern und Frauen, in beiden Fällen durch medizinische Spezialisierung reagiert worden ist.

Diese Differenz-Sachverhalte sind jedoch ebenso unstrittig wie trivial:

und das alles hat nichts, aber auch gar nichts mit „Gender“ zu tun.

Und was will die EU eigentlich damit erreichen, einen wissenschaftlich unnötigen Begriff wie „Gender“ wissenschaftspolitisch zu verwenden?

Und was hat „Gender“ als Begriff damit überhaupt zu tun?

Man lese hierzu:

https://maninthmiddle.blogspot.com/p/gender.html