Blinken über China: „Größte geopolitische Prüfung des 21. Jahrhunderts“

24.03.2021

US-Außenminister Antony Blinken sagte bei einem Besuch im NATO-Hauptquartier in Brüssel, er wolle Europa nicht dazu zwingen, sich für oder gegen China zu entscheiden.

https://www.diepresse.com/5956575/blinken-uber-china-grosste-geopolitische-prufung-des-21-jahrhunderts

Kommentar GB:

Nun, zwingen vielleicht nicht, aber nötigen, das durchaus.

Im übrigen stellt sich die Frage für die EU nicht so wie für die See- und Weltmacht USA. China ist keine sicherheitspolitische Bedrohung für die EU, verfolgt aber selbstverständlich seine eigenen Interessen. Für Naivität im Umgang ist deshalb kein Platz, aber das gilt umgekehrt genauso. Daher ist für die EU ein kritisch-konstruktives Verhältnis möglich und sinnvoll. Für die USA geht es hingegen um die Frage, ob es seine Weltmachtposition angesichts eines kontinuierlichen Aufstiegs Chinas weiterhin wird aufrechterhalten können. Das ist die Frage, um die es derzeit geht.  Für die EU bedeutet das vor allem, die Unterschiede in den Interessen- und Bedrohungslagen zu reflektieren und einen eigenen Standpunkt zu entwickeln, anstatt zwischen außenpolitischer Folgebereitschaft gegenüber des USA und eigenen Wirtschaftsinteressen hin- und herzuschwanken.

 

 

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