Wolfgang Thierse: Patriotismus und Gemeinsinn als Antworten auf gesellschaftliche Auflösung

1. März 2021

Der Sozialdemokrat und Kulturwissenschaftler Wolfgang Thierse war zwischen 1998 bis 2005 Präsident des Deutschen Bundestages. In einem kürzlich erschienenen Aufsatz kritisierte er, dass die gegenwärtige Welle des linksradikalen identitätspolitischen Aktivismus den gesellschaftlichen Zusammenhalt in Deutschland zunehmend zerstöre. Diese Bedrohung erfordere die Rückkehr zur Tugend des Gemeinsinns sowie zu den Werten „Heimat und Patriotismus, Nationalkultur und Kulturnation“.1

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Der Philosoph Alexander Grau kritisiert in einem heute erschienenen Aufsatz die zunehmende Tendenz zur Verachtung und Abwertung der eigenen Geschichte in westlichen Gesellschaften. Die Ursache dafür sei der Narzissmus bindungsloser Individuen, die jegliche Tradition als Einschränkung ihrer Freiheit ablehnten. Dieser Typus nehme sich zwar als tolerant und weltoffen wahr, scheitere aber bereits daran, das eigene Erbe zu akzeptieren oder zu verstehen. Im antirassistischen oder antifaschistischen Aktivismus finde er eine politische Plattform.1

Alexander Grau: Über die Verachtung der eigenen Geschichte

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