Zur „Jerusalemer Erklärung zum Antisemitismus“

Nicht per se antisemitisch, aber irgendwie doch

Den AutorInnen der „Jerusalem Declaration on Antisemitism“ geht es nicht um eine Präzisierung der Antisemitismus-Definition der IHRA, sondern um die Freisprechung vom Antisemitismusverdacht, sofern es um Äusserungen oder Aktionen gegen Israel geht. Sie wollen einen Freibrief für israelbezogenen Antisemitismus.
Von Matthias Küntzel
30. März 2021

Nicht per se antisemitisch, aber irgendwie doch – Zur „Jerusalemer Erklärung zum Antisemitismus“

und

(…) „Wie sehr sie auch behaupten mögen, linke oder progressive Weltbürger zu sein, denen es nur um Menschenrechte und Gerechtigkeit geht, so sind doch fast alle israelfeindlichen Linken in Wirklichkeit palästinensische Nationalisten der einen oder anderen Art. Zumindest machen sie sich die wesentlichsten Thesen des palästinensischen Nationalismus zu eigen: Zionismus sei imperialistisch und kolonialistisch, die grundsätzliche Illegitimität jüdischer Selbstbestimmung, der angebliche Rassismus der heutigen israelischen Gesellschaft, palästinensischer Terrorismus als lobenswerter Akt des Widerstands, die Notwendigkeit Israel durch einen Staat mit arabischer Mehrheit zu ersetzen, sowie die Gründung Israels als eine weltgeschichtliche Katastrophe.“ (…)

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