GAM-Newsletter 19. 05. 2021

G A M e. V.

Antisemitismus oder islamspezifische Judenfeindschaft?

Israel vs. Hamas

 

Sehr geehrte Damen und Herren,

liebe Kolleginnen und Kollegen,

 

in realitätsverzerrender Weise wurde und wird in der politisch-medialen Öffentlichkeit der einheimische Rechtsextremismus einseitig fokussiert. Auf der anderen Seite fand und findet der quantitativ und qualitativ bedeutendere zugewanderte Rechtsextremismus islamischer und türkisch-nationalistischer Prägung dagegen weit weniger Aufmerksamkeit und konnte sich obendrein hinter falschen Parolen wie „Gegen Islamfeindschaft“ und „Gegen antimuslimischem Rassismus“ bislang komfortabel verstecken. Diese Fehleinstellung bzw. falsche Einseitigkeit des „Kampfes gegen rechts“ sowie die staatliche proislamische Kumpanei-Politik muss jetzt endlich grundlegend korrigiert werden. Es reicht nicht, dass sich Politiker angesichts der islamisch-antijüdischen Hetzkundgebungen jetzt einfach nur „beschämt“ über den „Antisemitismus unter Migranten“ zeigen. Vielmehr muss es nun darum gehen, den definitiv „rechten“, nämlich orthodox-und radikalislamischen Sumpf in den muslimischen gegengesellschaftlichen Milieus trockenzulegen, die staatliche Kollaboration mit den reaktionären Islamverbänden zu unterlassen, die Grauen Wölfe in Deutschland zu verbieten, die Hamas-Unterstützer auszuweisen und den Migrationsimport orientalischer Reaktionäre und Rechtsextremisten konsequent zu stoppen.

Angesichts der nach wie vor vorherrschenden „Refugees welcome“-Reklame seitens der etablierten Parteien, „Leitmedien“ und Asyllobby ist zu betonen, dass über die Hälfte der seit 2015 nach Deutschland gelangten muslimischen ‚Flüchtlinge‘ „deutliche Tendenzen zu antisemitischen Einstellungsmustern aufweisen“ und dieser Fakt mit der Erziehung in den Herkunftsländern erklärt wird. D.h. zur mitgebrachten durchschnittlichen Unterqualifizierung, islamisch-patriarchalischen Grundgesinnung und überproportionalen Kriminalitätsbelastung kommt dieser wesentliche Aspekt noch hinzu. –

Dass die politischen Entscheidungsträger diese „Gruppe“ unter Schwurbel-Parolen wie „Diversität“, „Vielfalt“, „Weltoffenheit“ etc. massenhaft ins Land gelassen haben, obwohl sich zuvor mit den türkischen Muslimen ja bereits eine große reaktionäre (integrationswidrige) Migrantengemeinde hier angesiedelt hatte, ist der eigentliche „Hammer“. Unter Erdogan ist diese Gemeinde dann insgesamt noch weiter nach „rechts“ in Richtung strenger Islamgläubigkeit gepaart mit türkischem Nationalismus gerückt. Aber auch diese Entwicklung unter den „Türken in Deutschland“ wurde staatlicherseits verkleistert und in diesem Kontext nicht zuletzt die Islamische Gemeinschaft Milli Görüs (IGMG), eine traditionell zentrale Organisation auch der türkisch-muslimischen Judenfeindlichkeit, zunehmend verharmlost und deren Mitgliederbestand vom Verfassungsschutz von über 30.000 auf 10.000 „herunterverharmlost“.

Auf einer pro-palästinensischen Demonstration in Osnabrück am 15. Mai mit ca. 800 Teilnehmern, die von einer Gruppe türkischer Rechtsextremisten angeführt wurde, schwenkte man Hamas-Fahnen und zeigte den Wolfsgruß, das Erkennungszeichen der türkischen „Islamofaschisten“. Zudem wurde das Existenzrecht Israels lauthals verneint. Lesen Sie dazu im Anhang die Pressemitteilung des Osnabrücker Bündnisses gegen Antisemitismus

Was sich auf den „Demonstrationen für Palästina“ entlädt, ist nicht einfach „Antisemitismus“, sondern überwiegend islamspezifische Judenfeindlichkeit.

Lesen Sie dazu:

„Antisemitismus“ oder islamspezifische Judenfeindschaft?

„Antisemitismus“ oder islamspezifische Judenfeindschaft?

Ein erhellender Artikel klärt über die militärische und psychologische Kriegsführung zwischen Israel und der Hamas auf: „Die gesamte Strategie der Hamas besteht darin, israelische Bevölkerungszentren mit Raketen, Kamikaze-Drohnen und aus Tunneln anzugreifen, um IDF-Gegenangriffe zu provozieren, bei denen ihre eigenen Zivilisten getötet werden, um Israel auf der ganzen Welt zu verunglimpfen und zu isolieren. (…) Mit menschlichen Schutzschildern als grundlegendem Element jeder Operation ist die Hamas die erste ‚Armee‘ in der Geschichte, die das Leben ihrer eigenen Zivilbevölkerung als Kriegswaffe nutzt.“

 

Trompeten und Panzermotoren: Ein Wendepunkt in Gaza?

https://de.gatestoneinstitute.org/17374/gaza-wendepunkt

Trumpets and Tank Engines: A Turning Point in Gaza?

 

Facebookpost von Kreisverband: Antisemitismusstreit in Linkspartei

Ein Facebookpost des Verbands Osnabrück-Land sorgt für Empörung. Durch Migranten sei Antisemitismus ins Land gekommen, heißt es dort.

https://taz.de/Facebookpost-von-Kreisverband/!5773447/

 

Kaum sagen ein paar Mitglieder der Linkspartei in dieser Angelegenheit ausnahmsweise mal die Wahrheit, schon werden sie als „Rassisten“ beschimpft.

Merken diese notorischen Verleumder wirklich nicht, welch stumpfes Schwert dieser demagogische Rassismusvorwurf geworden ist? Er ist mittlerweile zumeist genauso irrational und schäbig wie tatsächlicher Rassismus.

 

Mit freundlichen Grüßen

 

Karin Vogelpohl

Vorstand GAM e.V.

 

Gesellschaft für wissenschaftliche

Aufklärung und

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Anhang

Pressemitteilung des Osnabrücker Bündnisses gegen Antisemitismus zur „Demo fürPalästina“ am 15.05.2021 in Osnabrück

Über 70 Menschen haben am Samstag gegen jeden Antisemitismus und für Israels Recht aufSelbstverteidigung demonstriert. Wir danken allen Teilnehmern.Gleichzeitig zogen, ausgehend vom Osnabrücker Hauptbahnhof, 800 Menschen auf einer„Demo für Palästina“ bis zum Ledenhof durch Osnabrück. Mittlerweile liegt ein im Internethinterlegtes Fotoalbum von „Distel Fotografie“ vor, auf welches wir uns bei unsererAuswertung stützen. Es ist hier einsehbar:https://www.flickr.com/photos/193000754@N04/sets/72157719199009746/Mindestens drei Fahnen der islamistischen Terrororganisation Hamas wurden durchgehendgezeigt (weißes Glaubensbekenntnis auf grünem Grund). Dabei handelt es sich um eineOrganisation, die in Artikel 7 ihrer Charta dazu aufruft, möglichst viele Juden zu töten, unddie in der EU als terroristische Vereinigung eingestuft ist. Organisatoren und Ordner schrittennicht dagegen ein, ebensowenig Polizei und Staatsschutz.Zu Beginn der Demonstration wurde der Zug angeführt von einer Gruppe türkischerRechtsextremisten, die sich als Anhänger der Grauen Wölfe zu erkennen gaben. Neben einerriesigen Nationalfahne der Türkei zeigte die Gruppe wiederholt den Wolfsgruß. Auch ein T-Shirt mit drei Halbmonden ist erkennbar. Durchgehend brüllte die Gruppe: „Allahu Akbar!“

Dem Staat Israel wurde auf allen Plakaten durchgängig das Existenzrecht abgesprochen. Soheißt es auf einem Schild: „From the river to the see, palestine will be free”. Landkarten desGebietes sind in lediglich einer Farbe, ohne Israel dargestellt. Ein Schild fragt: „Israel, a stateor a colony?“, auf einem weiteren steht: „every israeli city was once sheikh jarrah”. VieleSchilder und Plakate werfen Israel Kindermord vor und knüpfen damit an die antisemitischeRitualmordlegende an. „Stoppt den Kindermord“, „Kindermörder Israel“, „innocent childrenare killed by Israelites“, ist zu lesen. Die Parole „Kindermörder Israel“ wurde durchgehendskandiert. Auf weiteren Plakaten wird Israel mit NS-Deutschland verglichen und auf eineStufe gestellt: „end the palestine Holocaust“ bzw. „Netanyahu ́s List“ – eine klareDämonisierung Israels. Die Neue Osnabrücker Zeitung lässt einen Redner der Demonstration kommentarlos zu Wortkommen: „Sie haben kein Recht und keine Existenz“, heißt es dort, und so wird derRaketenbeschuss der Hamas nur folgerichtig zur „Gegenreaktion“ umgedichtet.Osnabrück hat damit am Samstag die größte antisemitische und rechtsextreme Demonstrationseit 2014 erlebt. Wie in der „Friedens“-Stadt damit umzugehen ist, liegt bei allen, die diesePressemitteilung sorgfältig lesen.

Osnabrücker Bündnis gegen Antisemitismus, 18.05.2021 

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