Die Zukunft der Religion in säkularen Gesellschaften

Neue Publikation

28. Juli 2021

Im September 2020 beteiligte sich das Institut an einer wissenschaftlichen Konferenz in der Erzabtei St. Ottilien, bei der Experten aus verschiedenen Disziplinen sowie verschiedener konfessioneller und religiöser Hintergründe unter anderem die Frage untersuchten, welchen Beitrag religiöse Akteure zur Bewältigung der Herausforderungen leisten können, denen säkulare Gesellschaften gegenüberstehen. Der Tagungsband ist jetzt im EOS-Verlag erschienen.

Neue Publikation: Die Zukunft der Religion in säkularen Gesellschaften

Kommentar Reinhard Hascha:

Ein sicher wichtiges Thema. Die Beiträge des Bandes sprechen mich jedoch nicht sonderlich an. Grund: Zu weitschweifig, wenig strukturiert, andererseits durchaus interessante, aber auch problematische Fragestellungen, z. B.: „In allen christlichen Konfessionen, aber auch im Islam existieren zudem äußerst vitale Strömungen, die nicht vermuten lassen, dass Religion als Phänomen aus Europa verschwinden wird. Offen ist hingegen die Frage, wie und in welcher Form Glaube und Religion Europa künftig prägen werden.“

Einen umfassenden klar strukturierten Überblick scheinen mir die folgenden Beiträge zu geben:

Was ist kritisch-emanzipatorischer Humanismus?

http://www.gam-online.de/text-emanzip-human.html#wiederum

Orientierungsgrundlagen einer kritisch-emanzipatorischen Ethik.
Ein ausgewählter Überblick

http://www.gam-online.de/text-emanzip-human.html#wiederum

Missbrauch und/oder konsequente Radikalisierung des Religiösen? Zum totalitären Charakter des kulturübergreifenden Fundamentalismus

http://www.gam-online.de/text-Missbrauch%20und%20radikalisierung.html

Ferner auch lesenswert:

Ruud Koopmans: Deutschland ist blind gegenüber der Bedrohung durch den Islamismus
https://renovatio.org/2021/06/ruud-koopmans-deutschland-ist-blind-gegenueber-der-bedrohung-durch-den-islamismus/#easy-footnote-3-33996

Incl. 3 weiterführender Beiträge am Schluss.

Kommentar Hartmut Krauss:

Dieser endogene („natürliche“) Prozess der „Ausnüchterung“ wird durch die globalkapitalistisch inszenierte „Bestandserhaltungsmigration“ auf „künstliche“  Weise verzerrt.

Die beiden großen christlichen Kirchen haben in den letzten Jahrzehnten immer mehr Mitglieder verloren. Knapp 30 Millionen Deutsche, also 37 Prozent der Gesamtbevölkerung sind konfessionslos und gehören keiner Religion an.

Religionszugehörigkeit in Deutschland:

23,76 Millionen Mitglieder der Römisch-Katholischen Kirche
22,27 Millionen Mitglieder der Evangelischen Kirche
4,4 Millionen Muslime
100.000 Juden
100.000 Buddhisten
In den vergangenen zehn Jahren sind viele Menschen aus der katholischen und der evangelischen Kirche ausgetreten. 2005 gehörten noch mehr als 62 Prozent einer der beiden Kirchen an, 2016 waren es nur noch 55 Prozent.

https://www.deutschland.de/de/topic/leben/glaube-in-deutschland%3Aviele-deutsche-treten-aus-der-kirche-aus

[Siehe die Graphiken ebd.; GB]

Konfessionsfreie in Deutschland: Wie religiös sind sie?

28.10.2019

Man müsse nicht in der Kirche sein, um an Gott zu glauben, ist oft zu hören und zu lesen, wenn darüber diskutiert wird, wie religiös die deutsche Gesellschaft noch sei. Die Daten der letzten drei Jahre zeigen, dass die Mehrheit der Konfessionsfreien nicht (mehr) religiös sind. Von den Wenigen, die noch religiös sind, sind die Wenigsten (>10 Prozent) in einem christlichen Sinne religiös. Die häufigsten religiösen Überzeugungen sind „Überreste” einer ehemaligen christlichen Erziehung. (…)

https://fowid.de/meldung/konfessionsfreie-deutschland-wie-religioes-sind-sie