Interview mit dem ungarischen Parlamentspräsidenten László Kövér

„Ungarn bleibt solange Mitglied der Union, bis sie zusammenbricht“

VON CICERO-REDAKTION am 17. Juli 2021

Schon seit Jahren stehen Ungarns nationalkonservative Regierung sowie insbesondere Ministerpräsident Viktor Orbán im Kreuzfeuer ausländischer Kritik. Im Gespräch bezieht der ungarische Parlamentspräsident László Kövér ausführlich Stellung dazu – und geht dabei auch auf Deutschland ein.

(…) „Kurz gesagt: Ich verstehe die ganze Aufregung heute nicht. Als Ungarn 1994 den Antrag auf Aufnahme in die europäische Gemeinschaft stellte, und auch, als wir 2004 dann den EU-Beitritt vollzogen, ging es nirgendwo um irgendwelche LGBTQ-Rechte oder darum, dass diese Rechte einen Teil der grundlegenden Menschenrechte ausmachen sollen. Es konnte keine Rede sein davon, dass wir uns moralisch damit zu identifizieren und in die Umerziehung unserer Kinder einzuwilligen hätten. Und es war keine Rede davon, dass man die christliche Urbevölkerung Europas auf dem Wege der massenhaften Ansiedlung von Menschen fremder Kulturen auszutauschen versucht. Hätte man uns gleich zu Beginn damit konfrontiert, wäre die ungarische Volksabstimmung vermutlich anders ausgegangen.“ (…)

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