Die Kreise der Taliban

16.08.2021

von Dushan Wegner

Der Fall Afghanistans an die Taliban ist keine Überraschung. Die logische Konsequenz linker Lebenslügen ist nicht »bunt«, sondern der brutale Sieg des Gewissenlosesten. Ein Zyniker könnte Kabul also heute die »toleranteste Stadt der Welt« nennen.

(…) „Es wird gesagt, dass die USA selbst um das Jahr 1995 via Pakistan die Taliban förderten, da sie diese als eine einende, potentiell pro-westliche Kraft betrachteten – anders als die Mudschahedin-Warlords, welche das Land damals zerrissen.

Und dann passierte 9/11. Die Taliban sollen es gewesen sein, die dem verstoßenen Sohn-aus-reichem-Hause Bin Laden eine Zuflucht boten, als er 9/11 geplant und organisiert haben soll. Dann marschierte die NATO in Afghanistan ein. Man begleitete die Errichtung einer Regierung, und tatsächlich begann in Kabul – nach viel vergossenem Blut – allmählich so etwas wie »Normalität« zu blühen – und mit »Normalität« meinen wir grundlegende Bildung und lebensfrohe Konsumkultur nach westlichem Vorbild. Das große Ziel der Taliban ist aber dasselbe Ziel, das Bin Laden motivierte: Die Errichtung eines weltweiten Kalifats – mit Kabul als dem temporären Headquarter.“ (…) (Hervorhebung GB)

„(Ja, auch in dieser Lage ist so etwas wie Humor möglich, wenn es auch mit den Taliban buchstäblich ein Galgenhumor ist. Felix Krautkrämer fragt aktuell, was aus dem Projekt Gender-Mainstreaming in Afghanistan geworden ist, das die Bundesregierung mit zwei Millionen Euro förderte; siehe @krk979, 16.8.2021. Eines muss man der Merkelbande lassen: Wenn schon durchgeknallt, dann richtig.)“ (…)

https://www.dushanwegner.com/die-kreise-der-taliban/

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