Abstiegskämpfe

Experten stufen Niederlage in Afghanistan als „weitere Etappe im Abstieg des Westens“ ein.

Der will nun „Nation Building“ zurückstellen und orientiert auf Großmachtkonflikte.

(…) „Großmachtkonflikt statt „Nation Building“
US-Präsident Biden hat die Konsequenzen daraus gezogen und den pünktlichen Abzug zum 31. August durchgesetzt, um sämtliche Kräfte nun geballt auf den erbitterten Kampf um die Weltmacht vor allem gegen China zu fokussieren. „Die Welt ändert sich“, konstatierte Biden zum Abzug vom Hindukusch; man habe es nicht nur „mit Herausforderungen an mehreren Fronten mit Russland“ zu tun, man stecke darüber hinaus „in einem ernsten Wettbewerb mit China“. Um „diesen neuen Herausforderungen zu begegnen“, müsse man „Amerikas Wettbewerbsfähigkeit stärken“.[6] Nichts gebe es, „was China oder Russland lieber hätten“, als dass „die Vereinigten Staaten ein weiteres Jahrzehnt in Afghanistan feststeckten“. Man müsse deshalb in Zukunft – anders als in Afghanistan – immer „klare, erreichbare Ziele“ verfolgen; es gehe darum, „eine Ära großer Militäroperationen“, die darauf abstellten, „andere Länder neu zu gestalten“, zu beenden. Anstelle „Nation Building“ zu betreiben, solle man sich gänzlich „auf die fundamentalen nationalen Sicherheitsinteressen der Vereinigten Staaten von Amerika fokussieren“. Als zentral gilt dabei der Kampf um die Weltmacht gegen China.“ (…)

https://www.german-foreign-policy.com/news/detail/8691/