Ein Szenario: So kann Saskia Esken noch dieses Jahr Bundeskanzlerin werden

25 September 2021

Von Jürgen Fritz, Sa. 25. Sep 2021

Es klingt im ersten Moment verrückt, ist aber nicht unrealistisch. Nach der Bundestagswahl könnte die Bundesvorsitzende der SPD, Saskia Esken, und nicht der inoffizielle „Kanzlerkandidat“ Olaf Scholz die Führung der Bundesregierung, das Amt von Angela Merkel übernehmen. Und zwar so.

So kann Saskia Esken noch dieses Jahr Bundeskanzlerin werden

Kommentar GB:

Ein denkbares Szenario ist das; und auf jeden Fall ist der Artikel lesenswert!

Es handelt sich so oder so um umkämpfte machtpolitische Umschichtungen innerhalb des Parteienkartells, ohne dadurch aber den Zusammenhalt des Kartells gefährden zu wollen, wiewohl dieses Risiko im Umschichtungsprozeß keineswegs ausgeschlossen werden kann.

Jede Variante der Kartellpolitik (Koalitionsoptionen) würde aber den bisherigen politischen Bannkreis unverändert lassen, was ein- und nicht ausschließt, daß eine „alternativlose“ Kartellpolitik gegen die Wählerschaft weitergeführt werden wird, mit einigen inhaltlichen Akzent- und Farbverschiebungen sicherlich.

Es können sich jedoch situativ Konstellationen bilden, die zufällig zum Zerfall des Kartells führen, und deshalb ist von besonderem Interesse, was in den Unionsparteien geschieht und geschehen wird.

Aber erst ein Zerfall des Kartells und seines politischen Machtmonopols würde für die Wählerschaft verbunden mit Ungewißheiten zumindest eine gewisse Chance eröffnen, den Bannkreis der Kartellpolitik zu überwinden.

Dann erst könnten die politischen Probleme neu bestimmt, aufgerollt und neu priorisiert werden, und erst auf dieser Grundlage könnten dann Ziele, Strategien und Taktiken realitätsgerecht formuliert werden.