Immer noch: Fragen

Mittwoch, 11. August 2021  –  Gunnar Kunz

„Je länger ich dem Zeitgeist zusehe, desto mehr Fragen stellen sich mir.

Wie kann jemand an Identitätspolitik glauben? Wie kann jemand überzeugt sein, dass wir alle Sklaven unserer Gene sind, Gefangene des Kollektivs, in das wir zufällig hineingeboren wurden, dass wir ausschließlich die Interessen von Unseresgleichen vertreten, nie die Perspektive wechseln, nie dazulernen? Und warum glauben diese selben Leute dann, dass man seine sexuelle Identität nach Tageslaune wechseln könnte?

Warum reagieren Menschen, die offene Grenzen fordern, so mimosenhaft bei der kleinsten persönlichen Grenzverletzung durch einen falschen Blick oder ein missglücktes Kompliment?

Warum sind Leute, die glauben, dass es keine objektive Wahrheit gibt, sauer, wenn man ihnen widerspricht?

Wenn man schon in demagogischer Weise den Begriff der Gleichberechtigung durch sein Gegenteil, die Gleichstellung, auszutauschen sucht, wäre es dann nicht ehrlicher, von Gleichschaltung zu reden?

Wie kann es sein, dass dieselben Frauen, die von einem Mann erwarten, die Familie zu ernähren, sich gleichzeitig darüber beschweren, dass er so wenig Zeit für sie hat? Ist dem verwöhnten Teil der Bevölkerung der Zusammenhang zwischen arbeiten und Geld verdienen nicht geläufig?

In welchem Ausmaß muss jemand seine Angst vor allem, was anders ist, verinnerlicht haben, damit er Menschen, die sich offen und interessiert auf fremde Kulturen einlassen, der „kulturellen Aneignung“ bezichtigt?

Warum lässt sich Andreas Kemper, der seit Jahren den Klassenkampf propagiert, vom Establishment beispielsweise in Form der Böll-Stiftung dafür bezahlen, bei jedem Thema, ob Feminismus, Gender, Corona, Flüchtlinge, Rassismus, Islam oder Klimawandel, die Agenda der Herrschenden zu verfechten? Merkt er den Widerspruch nicht?“

Weitere Fragen:

https://alternativlos-aquarium.blogspot.com/2016/09/fragen.html

https://alternativlos-aquarium.blogspot.com/2018/05/mehr-fragen.html

https://alternativlos-aquarium.blogspot.com/2019/01/noch-mehr-fragen.html

Quelle:

https://alternativlos-aquarium.blogspot.com/2021/08/immer-noch-fragen.html

sowie

https://alternativlos-aquarium.blogspot.com/2021/08/der-hundertjaehrige-geschlechterkrieg%205.html

https://alternativlos-aquarium.blogspot.com/2021/08/verordnete-blindheit.html

 

Kommentar GB:

Gunnar Kunz hat mit seinem Buch:

„Besonders Frauen“ –

Schwarzbuch Feminismus 1968 – 2019

ISBN 9798617118935

eine sehr empfehlenswerte empirisch-kritische Chronologie des Feminismus vorgelegt.

Parallel sollte das dreibändige literarisch-kritische Werk „Frau ohne Welt“ von Bernhard Lassahn gelesen werden:

die aus meiner Sicht umfassendste, vollständigste und klügste Reflexion des Feminismus in deutscher Sprache.

Das umfangreiche Werk von Gunnar Kunz stellt hierzu aus meiner Sicht die relevanten empirischen Fakten aus einer kritischen Perspektive dar, und diese Faktenbasis ergänzt und fundiert zugleich die glänzende Darstellung von Lassahn; die beiden Werke gehören daher unbedingt zusammen. Siehe hierzu:

https://www.manuscriptum.de/autoren/l/lassahn-bernhard.html/