In bester antisemitischer Gesellschaft

Anabel Schunke / 25.09.2021

„Wer in Deutschland einen Eindruck davon bekommen möchte, wie groß das Problem des Antisemitismus ist, sollte sich einmal – am besten während einer erneuten Eskalation des Konflikts zwischen Israel und der radikal-islamischen Hamas – öffentlich mit Israel solidarisieren. Für mich endete das Posten einer Israelflagge im Mai mit hunderten Nachrichten aufgebrachter Muslime, die mich entweder massiv beleidigten oder mir gleich mit Mord drohten. Zwei davon waren so konkret, dass ich sie zur Anzeige brachte.

Nun kann es dem Zufall geschuldet sein, dass sich unter die „Kritiker“ meiner Postings keine strammen Neonazis gemischt haben. Vielleicht lag das aber auch daran, dass der Antisemitismus heute vor allem dort salonfähig ist, wo er auf wenig gesellschaftlichen Gegenwind stößt. Insbesondere Muslime scheinen hier eine Art Sonderstellung einzunehmen, wie nicht zuletzt der Fall der Moderatorin Nemi El-Hassan belegt. Die Folgen des Wegschauens und der Relativierung für die jüdische Bevölkerung in Deutschland lassen sich mittlerweile täglich beobachten.“ (…)

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