Netzwerkbildung : Die akademischen Gegengesellschaften formieren sich

Von Markus Steinmayr
Aktualisiert am 12.09.2021

In Netzwerken organisieren sich Wissenschaftler, die den Fächern misstrauen und auf politische Steuerung hoffen. Genderforscher und ihre Kritiker bilden denselben Habitus aus.

https://www.faz.net/aktuell/wissen/geist-soziales/netzwerkbildung-in-den-wissenschaften-17434894.html?printPagedArticle=true#pageIndex_2

Kommentar GB:

Der Artikel verdient m. E. eine kritische Erwiderung; er basiert auf:

(…) „In den Zirkeln der Unter- und Gegengesellschaften verbreitet sich, so kann man die Überlegungen der Basler Germanistin Nicola Gess aus ihrem fulminanten Buch „Halbwahrheiten. Zur Manipulation von Wirklichkeit“ (Mat­thes & Seitz) auf unseren Gegenstand anwenden, ein Hybrid aus faktengestützten und fiktiven Erzählungen. Es ist ja eine Tatsache, dass die DFG Gleichstellungs- und Diversitätsmaßnahmen verlangt. Es ist auch eine Tatsache, dass jahrzehntelang die Kolonialgeschichte in der Auseinandersetzung mit der Literatur keine Rolle gespielt hat. Ebenfalls ist es eine Tatsache, dass der Bologna-Prozess die Universität in einem breiten Maße ökonomisiert.“ (…)

Die feministisch-genderistische Personalpolitik in der gesamten Wissenschaftsorganisation ist ebenfalls eine Tatsache. 

Zur Kritik der Hochschulpolitik bzw. des Bolognaprozesses:

Günter Buchholz

Die Zukunft der Hochschulen : politische Ökonomie der Hochschulpolitik in der Ära des Finanzmarkt-Kapitalismus

https://serwiss.bib.hs-hannover.de/frontdoor/index/index/docId/314