Ströer stoppt Wahlkampfwerbung komplett

„Grenze endgültig überschritten“
15.09.2021
Marc Bartl

Der größte deutsche Außenwerber Ströer nimmt ab sofort keine Aufträge mehr für parteipolitische Werbung an. Auslöser für den drastischen Schritt war offenbar eine Anfrage eines Rechercheverbunds aus Spiegel, ZDF und Correctiv – es geht um die AfD.

https://kress.de/mail/news/detail/beitrag/148067-grenze-endgueltig-ueberschritten-stroeer-stoppt-parteipolitische-werbung.html

Kommentar GB:

Das Parteienkartell (CDU und CSU, SPD, Grüne, FDP, Linke) verfügt insgesamt über das politische Machtmonopol, wenn auch die relativen Anteile an der Machtausübung recht unterschiedlich sind. Dieser Sachverhalt hat mit der Regierungsbeteiligung der Parteien auf Bundes- und nicht zuletzt auf Landesebene zu tun, aber auch mit der Verfügung über politische Vorfeldorganisationen, zu denen mittlerweise der größte Teil des medialen Gesamtapparats zu zählen ist.

Neben der konsequenten Ausgrenzung des Außenseiters (hier der AfD) geht es daher im sogenannten Wahlkampf um die kartellinterne Verteilung und Umverteilung der politischen Macht, und damit geht es zugleich um Geld, Versorgung, politische Karrieren, und zugleich geht es um diverse bunte Partikularinteressen einschließlich ideologischer Schrullen.

Das Parteienkartell hat also die allertriftigsten Gründe, alles – oder fast alles – zu tun, um den Außenseiter wenigstens so weitgehend wie möglich zu marginalisieren, wenn es ihn schon nicht ganz ausschalten kann, was zu tun ihm selbstverständlich am liebsten wäre.

Sie wollen schließlich nicht mit noch einer Partei irgendetwas teilen, nicht wahr, das versteht man doch.

Das Parteienkartell sichert ihnen den freien Zugang zum Selbstbedienungsladen ohne Kasse.

Und dafür, daß das so bleibt, dafür tut man doch als Begünstigter gern etwas, meinen Sie nicht?

So. Und nun wählen Sie bitte.