Der Fall Sarah-Lee Heinrich – wie Linke wegschauen, wenn es um ihre radikalen Flügel geht

Der andere Blick

Die neue Vorsitzende der Grünen Jugend in Deutschland hat als Teenager extreme Beleidigungen gepostet. Problematischer als die Verirrungen einer 14-Jährigen sind jedoch die Reaktionen aus ihrer Partei: Die Grünen messen mit zweierlei Mass.

Pauline Voss 235 Kommentare 11.10.2021

https://www.nzz.ch/meinung/der-andere-blick/der-fall-heinrich-lehrstueck-gruener-doppelmoral-ld.1649871?mktcid=smch&mktcval=fbpost_2021-10-11&fbclid=IwAR2x64Zpvisan3xXjEJqYWTtpQLRWaDl9q8yFtdCZN29Rio5saEDwtQq0Kc

https://de.wikipedia.org/wiki/Sarah-Lee_Heinrich

https://www.achgut.com/artikel/gruen_und_veroht

 

Kommentar Hartmut Krauss:

Der Fall Sarah-Lee Heinrich –

ein Lehrstück über den demagogisch-grünen Antirassismus

Nach der Causa Baerbock („Schummel-Liese“) wurde nun mit  Sarah-Lee Heinrich eine Person zur Bundessprecherin der grünen Nachwuchsorganisation gewählt, die man aufgrund ihrer rassistischen Aussagen als untragbar bezeichnen muss.

Der Fall zeigt einmal mehr, wie verkommen, selbstgerecht und doppelmoralisch weite Teile der herrschenden politische Clique samt ihrer verbündeten „Haltungsmedien“ inzwischen konstituiert sind. Bezeichnenderweise stellen sich Alt-Grüne wie Trittin, Özdemir, Göring-Eckhardt obendrein auch noch hinter diese Person und verharmlosen den Fall. Damit haben sie, im Grunde die gesamte grüne Partei, ihren immer schon zweifelhaften Anspruch verwirkt, aus einem Glashaus heraus Steine auf andere zu werfen, die im Grunde nicht „rechter“ sind als sie selbst. Als Hauptpartei stockreaktionärer proislamischer Komplizenschaft sind die Grünen zudem – das zeigt dieser Fall erneut – auch wesentlicher Schrittmacher eines demagogischen Antirassismus, der selbst rassistische Züge trägt.

Schon als Teenager, also einem von den Grünen anvisierten Alter der Wahlmündigkeit, soll die medial gehätschelte Heinrich, die sich selbst modisch-identitätspolitisch als „People of Color“ inszeniert und im Rahmen des Schülerstipendiatenprogramms „RuhrTalente“ gefördert wurde , auf Twitter geschrieben haben, sie „hasse die Gesamtheit der weißen Menschen die davon profitieren, dass mein Heimatkontinent ausgeraubt wurde“. (Wobei Heinrich gar keine Migrantin ist und wohl noch nie etwas von alten schwarzen Kleptokraten gehört hat!) Die NZZ schreibt über Heinrichs Twitter-Mitteilungen: „Brutale Mordphantasien reihen sich darin an homophobe und verschwörungstheoretische Aussagen; sie stellt sich vor, mit einem Besen «alle weissen Menschen aus Afrika raus zu kehren», oder schreibt: «Ich werde dich finden, und anspucken, dann aufhängen mit einem Messer anstupsen und bluten lassen». Einen Tweet von 2015, in dem sie unter einem Hakenkreuz «Heil» kommentiert hatte, bezeichnete sie nun im Nachhinein als «maximal dumm und unangebracht», andere als «beleidigend» und «peinlich».“ Was sollte sie jetzt als gewählte Grünen-Funktionärin zwecks Schadensbegrenzung auch sonst tun?

Dass sich die Grundeinstellung der jetzt 20-Jährigen aber gar nicht wirklich geändert hat, zeigt ihr Auftritt in einer Sendung des öffentlich-rechtlichen Jugendkanals Funk im Jahr 2019. Dort sprach sie in einer Diskussionsrunde über “Fridays for Future” und sagte dabei unter anderem, dass es ihr ‚voll auf die Nerven‘ gehe, dass ‚so viele weiße Bürgis‘ bei den FFF-Demonstrationen unterwegs sind. Zudem betonte sie, „dass es durchaus einen Unterschied ausmacht, ob die Öko-Bewegung von weißen oder nicht-weißen Menschen ins Leben gerufen wurde, einfach‚ weil wir so eine eklig weiße Mehrheitsgesellschaft sind‘”[1].

Dass auch nichtweiße ideologisch verblendete Kidies „richtig scheiße drauf“ sein können und dennoch die grüne Karriereleiter hochsteigen dürfen, dafür hat Sarah-Lee Heinrich ein bemerkenswertes Beispiel geliefert.

 

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