Der Muezzinruf im Kontext des islamischen Weltanschauungssystems

20. 10. 2021

Hartmut Krauss

Die herrschenden Akteure in Deutschland zeichnen sich negativ nicht zuletzt dadurch aus, dass sie gegen den Willen großer Teile der Bevölkerung fortlaufend in regelmäßigen Abständen und unter dem Vorwand abwegiger Parolen den Islam und seine Befolger systematisch protegieren und damit deren Expansionsstrategie in die Hände spielen. Auf diese Weise leisten sie „voll zurechnungsfähig“ der erweiterten Reproduktion einer grund- und menschenrechtswidrigen Weltanschauung entscheidend Vorschub.

Aktueller Mosaikstein: In Köln dürfen islamische Gebetsrufer (Muezzine) künftig zum Freitagsgebet rufen. Die Verbandsmuslime und staatlich geförderten islamischen Berufsideologen bejubeln das natürlich. So der Vorsitzende des Zentralrats der Muslime (ZDM), Ayman Mazyek: Köln sende damit ein Zeichen der Toleranz und der Vielfalt in die Welt. Der Leiter des Osnabrücker Islaminstituts Bülent Ucar wiederum bezeichnete die Kölner Entscheidung als „überfällig“. Der Muezzin-Ruf am Freitag mache die religiöse Pluralisierung in Deutschland sichtbar. Einer Stadt wie Köln täte das gut. Andere Städte praktizierten es ja auch bereits.

Demgegenüber muss in aller Deutlichkeit festgestellt werden:

„Mitnichten beinhaltet die (religiöse) Weltanschauungsfreiheit automatisch öffentliche Religionsausübungsfreiheit. Nämlich dann nicht, wenn verhaltensrelevante religiöse Normen mit grund- und menschenrechtlichen Prinzipien kollidieren. Gerade für den Islam gilt nun aber die untrennbare Einheit von Glaube, weltlichem Gesetz, Politik, Einstellung/Überzeugung und Handlung. Es gibt folglich auch keinen „unpolitischen Islam.“ Koran, Sunna (Vorbild des Propheten) und Scharia (hauptsächlich aus Koran und Sunna gewonnenes islamisches Recht) werden als Kanon göttlich bestimmter Lebensregeln aufgefasst, denen aufgrund dieses göttlichen Charakters eine prinzipiell viel höhere und verbindlichere Geltungsmacht zukommt als jedes von Menschen gemachte (säkulare) Recht. Dementsprechend sind auch die islamischen Kulthandlungen wie Beten, Gottesdienst, Pilgern, Muezzinruf etc. untrennbar mit weltlichen Herrschafts- und Normierungsansprüchen verbunden.“

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https://hintergrund-verlag.de/analyse-der-islamischen-herrschaftskultur/hartmut-krauss-der-muezzinruf-im-kontext-des-islamischen-weltanschauungssystems/

 

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