Die Seeschlacht von Lepanto

Cy Twombly in München : Zerlaufendes Rot und Kanonen

Von Benjamin Paul

Aktualisiert am 09.10.2021

450 Jahre her, doch geradezu unheimlich aktuell: Cy Twomblys zwölfteiliger Lepanto-Zyklus in der Münchner Sammlung Brandhorst zählt zu den wichtigsten Werken des Künstlers wie auch der Moderne.

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Kommentar GB:

Sind nicht alle Schlachten der Geschichte so schrecklich und leidvoll?

Ja.

Aber eine ganz andere, abstraktere Frage ist, ob und welche Wirkung und Bedeutung sie geschichtlich hatten, und das zeigt sich oft erst im Rückblick. Aus dieser Perspektive haben eben einige Schlachten im Frühmittelalter (in Frankreich) und in der Neuzeit (Wien, Balkan; mit der Seeschlacht von Lepanto) dazu beigetragen, daß das Abendland nicht islamisiert wurde. Und dasselbe gilt für den erfolgreichen Widerstand der winzigen Inselfestung Malta gegen die türkische Flotte.

Daraus haben sich historisch gesehen zwei Gegenbewegungen entwickelt, nämlich zum einen die spanische reconquista, zum anderen die Zurückdrängung des osmanischen Reiches vom Balkan.

Gegenwärtig erleben wir den dritten Anlauf des Islam, nur mit anderen Mitteln. Die Fahrlässigkeit, die Unwissenheit und die Verblendung heutiger Europäer wird ausgenutzt, und zwar mittels muslimischer Immigration und dem „Geburten-Djihad“.

Allerdings scheint die Einsicht hier und da zu wachsen, daß dieser Gefahr ernsthaft, praktisch und wirksam begegnet werden muß.