Einmal mehr ein verlorenes Volk?

Felix Perrefort / 22.10.2021 /

„Nach eineinhalb Jahren Corona-Politik ist es wichtiger, dass der Laie die entstandenen Dammbrüche benennt, als den reinen Streit um die Fakten zu führen. Die Menschen sind Anhängsel einer Dynamik geworden, deren Endpunkt wir noch nicht kennen.

Den Seufzer, keine Kinder bekommen zu wollen, weil man in diese Welt doch keine setzen könne, habe ich immer für einen wehleidigen Ausdruck misanthropischer Schwäche gehalten. Inzwischen muss ich ihm für diese Gesellschaft eine gewisse Berechtigung einräumen. Menschen mit der Grundversorgung an Lebensmitteln zu erpressen, sich einem medizinischen Eingriff mit einem nicht unwesentlichen Risiko zu unterziehen, kann man getrost als eine Form staatlicher Tyrannei gegenüber einer Minderheit bezeichnen.“ (…)

„Es wird in Europa bis auf Weiteres keinen Faschismus mehr geben, in dem ein Bündnis aus Mob und Elite in Pogromstimmung gegen ethnische oder religiöse Minderheiten gerät. Die nachbürgerliche Gesellschaft wird jedoch gerade in ihrem stolz vor sich hergetragenen Anspruch, aus der Geschichte gelernt zu haben, betriebsblind für überwunden geglaubte Dynamiken, die sie nun in anderer Konstellation und Gestalt zu sich kommen lässt. Mit der Mischung aus Konformitätsdruck, Sündenbocksuche und sich stetig schamloser aussprechenden Bestrafungsgelüsten setzt die Politik vor aller Augen durch, was in jedem kritischen Geschichtsunterricht einem vernichtenden Urteil anheimfällt. Man könnte es als einen Treppenwitz verlachen, dass 2G überhaupt in Erwägung gezogen wird, wo sich die angeblichen Gegner jeglicher Diskriminierung doch tagtäglich auf ihre ach so rechtsstaatlichen Schultern klopfen. Doch dafür ist es zu ernst.“ (…)

(Hervorhebung GB)

https://www.achgut.com/artikel/Einmal_mehr_ein_verlorenes_volk

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