Corona: Protokollieren und Fakten sichern

Thomas Maul, Gastautor / 25.11.2021 /

Man muss immer wieder an den Ausgangspunkt zurück. Nicht, um noch irgendwen zu überzeugen, sondern um für eine etwaige Nachwelt zu protokollieren, was geschehen ist. Der Gang der Ereignisse nötigt zu lästigen Wiederholungen.

(…)

„Was also wusste Ziebuhr als Experte für Corona-Viren vor dem März 2020 über diese Erreger von Erkältungssymptomen zu berichten? In einer Studie von 2016 [!], die im honorigen Umfeld der Sektion Tropenmedizin und Infektiologie, Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf, des Max-Planck-Instituts für Infektionsbiologie Berlin und des Instituts für Medizinische Virologie, Justus-Liebig-Universität Gießen entstanden ist und Ziebuhr als „Corresponding author“ führt, steht zu den als harmlos – zumindest ungefährlicher denn Influenza, gar SARS oder MERS – geltenden endemischen vier humanen Corona-Viren Folgendes:

Humane Coronaviren […] verursachen akute respiratorische Erkrankungen, die meist problemlos verlaufen, gelegentlich jedoch zu schweren Pneumonien führen, insbesondere bei bestehender Komorbidität […]. Infektionen mit den humanen Coronaviren (HCoV) NL63, 229E, OC43 und HKU1 treten vor allem in den Wintermonaten auf und sind für etwa 5–30% aller akuten respiratorischen Erkrankungen verantwortlich. Krankheitssymptome klingen meist nach 1 Woche ab. Eine Mitbeteiligung der unteren Atemwege ist häufiger als noch vor wenigen Jahren angenommen. Stationäre Behandlungen von Patienten mit akuten Infektionen des unteren Respirationstrakts (Pneumonie, Bronchiolitis, Bronchitis) sind bei Kindern in etwa 8% (bei Erwachsenen 5%) auf Coronaviren zurückzuführen. […] Coronaviren sind für einen großen Teil der akuten respiratorischen Erkrankungen in den Wintermonaten verantwortlich. Sie werden relativ leicht von Mensch zu Mensch durch Tröpfchen und Aerosole übertragen, was nur durch konsequente Hygienemaßnahmen zu verhindern ist. […] Coronaviren dringen über den Nasen-Rachen-Raum ein und vermehren sich dort. Infektionen mit konventionellen Coronaviren (HCoV-229E, HCoV-NL63, HCoV-OC43, HCoV-HKU1) verlaufen in den meisten Fällen als typische »Erkältung«: Husten, Schnupfen, Konjunktivitis, Pharyngitis, gelegentlich auch Laryngotracheitis oder Bronchitis. Es besteht ein allgemeines Krankheitsgefühl mit Müdigkeit, Kopf- und Gliederschmerzen, gelegentlich auch mit Fieber bis 38,5°C. Infektionen des unteren Respirationstrakts sind möglich und erfolgen insbesondere bei Koinfektionen mit anderen respiratorischen Erregern (insbesondere Rhinoviren, Enteroviren, RSV, Parainfluenzaviren). Schwere Krankheitsverläufe werden vor allem beobachtet bei vorbestehenden Erkrankungen, insbesondere des kardiopulmonalen Systems, und im Zusammenhang mit Transplantationen (Immunsuppression). [Hervorhebungen im Original]

Bedenkt man nun, dass nach offiziellen Angaben des RKI nur maximal 1% der symptomatischen [!] (PCR- und/oder antikörpertestbasierten) „Corona-Fälle“ mit Lungenentzündungen einhergehen und über 99% der „Infizierten“ oder Kontaminierten gar keine oder milde bis moderate Erkältungssymptome aufweisen, die angeblichen „Corona-Toten“ im Median von drei [!] Vorerkrankungen gezeichnet und älter geworden sind als die durchschnittliche Lebenserwartung, dann könnte man als Erstes infrage stellen, warum dieser Erreger eine schwere Erkrankung im Namen trägt: „Schweres akutes respiratorisches Syndrom Corona Virus 2“ – womit eine Verbindung zu SARS1 hergestellt wird, obwohl es offenbar den vier harmlosen Corona-Viren klinisch viel ähnlicher ist.“ (…)

„Während sich nun Wodarg und wenige andere zu „Dissidenten“ gemachte Ärzte, Forscher und Leser wissenschaftlicher Studien (zum Beispiel Gunter Frank auf Achgut.com, Stefan Hockertz und später auch Bhakdi) traditionell-harmlos und von heute aus betrachtet gewissermaßen stur und antiquiert im März 2020 auf das bezogen, was zu wissen war, schalteten Politik, „Experten“, Medien und die Bevölkerung unvermittelt in den Panik-Modus.“ (…)

https://www.achgut.com/artikel/corona_protokollieren_und_fakten_sichern

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