Die Logik des Zwangs

Mittwoch, 01. Dezember 2021, 14:00 Uhr

Nachdem die Bürger dem Staat die Verfügungsgewalt über die eigene Gesundheit überlassen haben, dürfte eine Impfpflicht nicht ausbleiben.

von Meinrad Böhl

Wer A sagt, muss auch B sagen. Sind bestimmte Denkgrundlagen erst geschaffen und werden sie von der Mehrheit der Gesellschaft abgesegnet, ergeben sich die weiteren Schritte daraus fast automatisch. Im Fall der Coronakrise sind es vor allem zwei Weichenstellungen, die zur derzeitigen Misere geführt haben: 1. Der Staat nimmt dem Einzelnen die Verantwortung für seine Gesundheit weitgehend aus der Hand. 2. Schon die Ursachen möglicher späterer Probleme müssen bekämpft werden. Dies befördert ein ausgeprägtes Präventions- und Sicherheitsdenken. Man sorgt zum Beispiel nicht für eine ausreichende Versorgung der Kranken, wenn Krankheiten aufgetreten sind, sondern bestimmt, dass diese Krankheiten gar nicht erst entstehen, indem möglichst niemand mehr irgendjemanden trifft. Diese Ideen sind bei genauerer Untersuchung nicht unbedingt schlüssig, schon gar nicht alternativlos. Dennoch haben sie sich in der Debatte bisher durchgesetzt. Nachdem die Bevölkerung dieser „Logik“ aber keinen nennenswerten Widerstand entgegengesetzt hat, steuern wir schon bald auf die nächste Eskalationsstufe zu: eine allgemeine Impfpflicht.

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