First battle could be the end for Taiwan

Ex-Taiwan security czar says island’s forces would be overwhelmed before US arrived –

a claim Chinese state media has merrily trumpeted

by Jeff Pao December 8, 2021

(…) „Biden said the US remained committed to the “one China” policy but strongly opposed unilateral efforts to change the status quo or undermine peace and stability across the Taiwan Strait.

Xi said Chinese unification was the common wish for all Chinese people, while mainland China would remain patient to achieve a peaceful reunification with Taiwan.“ (…)

First battle could be the end for Taiwan

und

https://www.nzz.ch/international/atomstreit-mit-iran-israel-denkt-laut-ueber-angriff-nach-ld.1659615

Kommentar GB:

Für Beijing würde die „reunification“ den offenen Zugang zum Pazifik mit sich bringen, und ebenso die Kontrolle der Seewege im südchinesischen Meer, an denen für China vitale Interessen hängen-. Allerdings bleiben die indonesischen Gewässer ein Engpaß, solange es keinen Kanal in Südthailand gibt, der wiederum, wenn es ihn gäbe, seinerseits zum Engpaß werden würde, so wie der Suez- und der Panamakanal. Die chinesische strategische Lage zur See würde sich durch eine – idealerweise friedliche – Wiedervereinigung mit Taiwan bzw. der Insel Formosa folglich sehr erheblich verbessern, auch wenn die USA immer noch Okinawa, Japan und Süd-Korea sowie ihre pazifischen Inselstützpunkte zur Verfügung hätten.

Eine harte Linie der USA bestünde jetzt darin, die Regierung in Taiwan wenn nicht offen, dann eben verdeckt massiv zu stützen, und Beijing weiterhin mittels der Hongkong- und der Uiguren-Politik unter inneren Druck zu setzen. Jedoch dürften diese beiden Hebelpunkte wenig bewirken, da Beijing diese Problempunkte bereits rigoros kontrolliert.

Ein hypothetischer militärischer Angriff Chinas auf Taiwan wäre vielleicht erfolgreich, wäre aber zugleich mit dem  wahrscheinlich hohen Risiko einer direkten Konfrontation mit den USA belastet, deren Weiterungen für beide Seiten kaum kalkulierbar wären.

Neben dieser Lunte an der chinesischen Seegrenze gibt es noch zwei weitere, nämlich zum einen die Iran-Frage – also das atomare Rüstungsprogramm des Irans – , und zum anderen die durch die NATO-Expansion nach Osteuropa ausgelösten Spannungen mit Rußland, bei denen ebenfalls Möglichkeit und Risiko einer militärischen Konfrontation bestehen. Die Weltmacht USA – speziell das Pentagon – jongliert mit diesen Risiken, und mit Blick auf China und Rußland könnten die USA  deeskalieren, weil sie insoweit die Fäden in der Hand halten, aber diese beiden Mächte sind ihre geopolitischen Rivalen.

Kaum wägbar oder sogar unwägbar sind aus Sicht eines neutralen Beobachters vor allem die Risiken, die mit der iranischen Politik der atomaren Rüstung verbunden sind, weil bei diesem Konflikt nicht die USA die Fäden in der Hand halten, sondern das Mullah-Regime in Teheran, das allerdings seinerseits unter hohem Druck steht und seine eigenen Risiken kalkulieren muß, was es hoffentlich auch auf vernünftige Weise tut. Wenn nicht …  –

Diese Lunte – s.o. – dürfte daher die für den Weltfrieden gefährlichste sein.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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