Geschlechtsspezifische Arbeitsteilung

Die Stimme der Provinz – Cora Stephan / 09.12.2021

„Was spricht eigentlich gegen das, was in der Frauenbewegung einst „geschlechtsspezifische Arbeitsteilung“ genannt wurde? Ich für meinen Teil bin froh darüber, wenn andere das Holz hacken. Am besten ein Mann.

Besonders froh bin ich, dass meine Nachbarin Rosi alle paar Wochen ihr großartiges Sauerteigbrot backt und nicht ihr Mann, der Rudi, der heizt das Backhaus an und fährt die fertigen Brote mit dem Bulldog heim. Arbeitsteilung ist was Feines!

Dass Frauen dies oder jenes auch können, wenn sie denn wollen – geschenkt. Weniger schön ist es, wenn sie müssen. Meine Mutter war zwar stolz darauf, dass sie das Holzhacken schließlich gelernt hat, aber weniger froh darüber, dass der Mann im Krieg war und man daheim im Reich hungerte und fror. Ob es ihr besser ergangen wäre, wenn sie auch an die Front hätte müssen? So von wegen Schluss mit der geschlechtsspezifischen Arbeitsteilung? Als Akt der Emanzipation?

Doch Frau sei Dank gibt es demnächst keine Front mehr! Kristina Lunz, Aktivistin, hat für den einst renommierten Econ Verlag ein Buch geschrieben, in dem sie klar macht, dass es Frieden nur mit Frauen gibt. Weg mit dem Machtgebaren „alter, weißer, westlicher Männer“ samt ihren militärischen Muskelspielen! Die Frage, was denn wohl mit den Muskelspielen junger nichtwestlicher Männer ist, verbietet sich natürlich. Das könnte missverstanden werden. Ebenso der Einwand, dass es keinen Frieden gibt, wenn der Nachbar ihn partout nicht will.“ (…)

https://www.achgut.com/artikel/cora_stephan_die_stimme_der_provinz_geschlechtsspezifische_a

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