Die Katholische Kirche und ihr Missbrauchsskandal

Papst Benedikt in Münchner Missbrauchsgutachten schwer belastet [hierzu: s.u., GB]

Eine Anwaltskanzlei hat Fälle sexuellen Missbrauchs im Erzbistum München und Freising aufgearbeitet. Auch unter der Ägide des späteren Papstes Benedikt sei viel zu wenig dagegen getan worden. Aber auch dem amtierenden Kardinal Marx wird Fehlverhalten vorgeworfen.

https://www.welt.de/politik/deutschland/article236356397/Papst-Benedikt-XVI-in-Muenchner-Missbrauchsgutachten-schwer-belastet.html

Zwei Leserkommentare :

Leonardo K.

Der Priester aus NRW kam in der Amtszeit Ratzingers zur Therapie nach München und nicht als Geistlicher. Sein Einsatz in der Seelsorge im Bistum München und Freising fällt in die Zeit, als Ratzinger schon gar nicht mehr Bischof von München war, sondern Leiter der Glaubenskongregation im Vatikan. (Hervorhebung GB)

Fischkopp

Ich versuche es mal ganz vorsichtig, ein sehr glattes Parkett. Wie sieht die Aufteilen der Opfer nach Geschlecht auch? Nach m. Wissensstand zu +90% Jungen. Wie sieht die Aufteilen der Täter nach Geschlecht auch? Nach m. Wissensstand zu 100% Männer. Ist das richtig? – Oder liege ich da falsch? Warum reden wir dann nicht über die Problematik homosexueller Männer im Umgang mit Kindern? Ist das zu gefährlich, um nicht in eine bestimmte Ecke zu rutschen? Das gleiche Problem stellt sich nicht nur bei religiösen Organisationen.  (Hervorhebungen GB)

und ein weiterer Bericht:

https://www.zeit.de/gesellschaft/2022-01/katholische-kirche-sexueller-missbrauch-erzbistum-muenchen-gutachten

und mit Blick auf die Grünen:

https://www.welt.de/politik/deutschland/article141406874/Gruenen-Politikerin-Kuenast-geraet-in-Erklaerungsnot.html

Kommentar GB:

Falls Kardinal Ratzinger während des fraglichen Zeitraums tatsächlich bereits in Rom tätig war, dann handelt es sich hier um eine Falschbeschuldigung, und der üble Geruch der Verleumdung breitet sich aus.

Bei diesem Thema wird eigentlich immer ablenkend und vertuschend berichtet. Sicherlich gibt es Fehler der Amtskirche, wenn z. B. ein Bischof solchen Vorfällen nicht energisch genug nachgegangen ist, usw. usf., oder wenn alles getan worden ist, um öffentliches Aufsehen zu Lasten der Kirche zu vermeiden – was ja aus dieser Perspektive zumindest nachvollziehbar ist.

Der obige Leserbeitrag stellt m. E. hierzu in Frageform eine Richtigstellung dar.

Nicht die Institution der katholischen Kirche, die man schätzen oder ablehnen mag, sondern ein ganz bestimmter Personenkreis innerhalb (und außerhalb) dieser Kirche bildet den Täter- und Opferkreis. Die Mitglieder dieses spezifischen Täterkreises sind die unmittelbaren und eigentlichen Adressaten der berechtigten Beschwerden der Opfer.

Dasselbe Problem kann tatsächlich überall auftreten, wo Kinder und Jugendliche zusammen kommen, z. B. in Vereinen aller Art, aber auch im Schulsystem, wie der Fall der Odenwald – Schule gezeigt hat; ein sehr ausführlicher und lesenswerter Beitrag findet sich hier: https://www.herder.de/stz/hefte/archiv/141-2016/8-2016/odenwaldschule-zur-aufarbeitung-des-skandals/?gclid=EAIaIQobChMIj9aHjNzA9QIVxaOyCh33tg6JEAAYAyAAEgJfRPD_BwE

Wie man sieht: es ist zwar ein reales Problem, aber ein spezifisch katholisches Problem ist es nicht.

Es gehört zur intellektuellen Redlichkeit, das Problem zutreffend zu benennen. Man lese hierzu:

http://www.gender-diskurs.de/2020/11/informationen-zu-paedophilie-ephebophilie-androphilie-und-paederastie/

und – aus biowissenschaftlicher Sicht:

Ulrich Kutschera:

Strafsache Sexualbiologie – Darwinistische Wahrheiten zu Ehe und Kindeswohl vor Gericht,

586 Seiten, 27,90 €, Tredition Verlag: Hamburg 2021, insbesondere: Kapitel 3 – 7

 

 

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