Dekadenz als Problem der Hochschulen

Interview

„Kollegen, die sich kritisch äusserten, wurden zur Zielscheibe von Woke-Aktivisten“

Der Schweizer Historiker Oliver Zimmer hat lange in Oxford gelehrt. Trotz Erfahrungen mit woken Studierenden und gemobbten Professoren hält er den politischen Horizont an englischen Hochschulen für breiter als den an hiesigen Unis.

Katharina Fontana, Christina Neuhaus 34 Kommentare 21.02.2022

(…)

„Was unterscheidet die britischen von den Schweizer Historikern?

Die Forschung ist ungleich offener und bietet viel mehr Perspektiven. Sicher, auch in Grossbritannien wird die eigene Geschichte kritisch angesehen, es gibt Kritik am Empire, und das nicht erst seit ein paar Jahren. Aber auf vielen Gebieten kann man als Historiker Fragen stellen, die man in der Schweiz nicht stellen konnte. Wichtig ist, dass man politische und weltanschauliche Vielfalt zulässt. In Oxford etwa sind die Marxisten und die Konservativen hervorragend miteinander ausgekommen.

Haben Sie eine Erklärung dafür?

Beide Lager haben eine politische Haltung, ein analytisches Gerüst.

Sie treiben nicht bloss im Strom des Zeitgeists.

Letztlich ist es eine Frage des intellektuellen Niveaus.“

https://www.nzz.ch/schweiz/oliver-zimmer-schweizer-historiker-zu-wokeness-und-redefreiheit-ld.1670493

Kommentar GB:

Sehr lesenswert! Ferner:

https://www.nzz.ch/feuilleton/universitaeten-die-prinzipien-der-aufklaerung-sind-zu-verteidigen-ld.1599831?reduced=true

https://www.nzz.ch/meinung/fuer-eine-buergerliche-renaissance-ld.1652370?reduced=true

 

 

Abonnieren Sie den Freitagsbrief!

Erhalten Sie eine wöchentliche Übersicht über die wichtigsten Meldungen meines Medienspiegels.

Sie erhalten keinen Spam! Erfahren Sie mehr in unserer Datenschutzerklärung.